Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Will mir ein paar Garnelen zulegen
Hi,
hab mir überlegt für mein 112l Gesellschaftsbecken auch ein paar Garnelen anzuschaffen. Sie sollen auch ein bissl die Pinselalgen eliminieren. Welche Sorte Garnelen sind unempfindlich, unproblematisch und vertragen sich mit Neon, Trauermanlelsalmler und Corys?
Metall hab ich glaube ich keines im Becken. Höchstens in der kleinen Lufthebepumpe vom HMF. Könnte das ein Problem sein?
Roman König
20.10.2004, 16:46
hi cat!
am besten nimmst dir ein paar tiger und ein paar red fire, die sind ned empfindlich und auch recht hübsch.
lg
roman
logicman
20.10.2004, 18:12
Hi cat,
oder einige Amanos. Sind absolut unkompliziert und immer in Aktion.
Sehr gute Algenfresser. Wenn u nicht zuviel fütterst, sind Deine Algen
bald Geschichte. Ich hab jedenfalls sehr gute Erfahrungen mit ihnen
in Puncto Algen gemacht.
Das bischen Metall in der Pumpe ist kein Problem für Garnelen.
Gruß
Frank
Ausgewachsene Pinselalgen werden evt. von den Garnelen verschmäht aber sie werden auf jeden Fall die Ausbreitung verhindern.
Hi und danke an alle!
Gestern sind 4 Amanos bei mir eingezogen. Sie haben sich gleich "an die Arbeit" gemacht. Hab schon mitbekommen, dass sie die Pinselalgen stehen lassen. Naja, aber wird schon werden. Wirklich lustige kleine Gesellen, ich krieg gar nicht genug vom Beobachten.
Manuel D
22.10.2004, 12:04
Hi Cat
Ich hätt ja ne Art gewählt, bei der man auch auf Nachwuchs hoffen kann, aber Amanos sind auch schön. Pinselalgen fressen die aber nur dann, wenn sie sonst verhungern würden. Da müßt du wohl ne andre Lösung finden.
Ciao
Manuel
Hi,
blöde Frage... was wird hier vom Metall geredet? Welchen Einfluss soll denn ein metallener Gegenstand im AQ haben?
In meinem tummeln sich immo auch 7 Amanos.
mfg
Metall ist der einzige Schwachpunkt von Garnelen. Im Wasser gelöste Schwermetalle raffen sie schnell dahin. Schon bei Spuren kränkeln sie. Eisen ist wohl weniger schlimm aber wenn das z.B. das Wasser zulange in einer Kupferleitung gestanden hat, sieht's ganz schlecht aus.
@wusel
einige von hier - unter anderem auch ich - vertreten die meinung, dass sich jegliches metall im becken schlecht auf garnelen auswirkt.
diese vermutung begründet sich auf erfahrungen
ich betreibe ein reines garnelenbecken mit wasser, sand als bodengrud, einigen posthorn- und turmdeckelschnecken, vielen pflanzen - vorallem hornkraut und natürlich wasser.
gefüttert wird 2 mal die woche etwas spirulinaflocken
keine filterung - nicht einmal einen luftheber
es funktioniert
Mmh, naja. Meinen Garnelen gehts gut. Unser Wasser geht durch ca 20 Jahre (schätze ich jetzt mal) alte Leitungen. Bis jetzt gabs da auch nie Probleme. Aber mal gut zu wissen.
:wave:
Manuel D
25.10.2004, 09:03
Hi
Je älter die Rohre, desto dicker die Kalkablgerungen darin, desto weniger Kupfer im Wasser. Bei neuen Leitungen problematisch. Ich wechsle immer zuerst in nem anderen Becken und mache dann die Garnelen, siche ist sicher. Die Japonica scheint mir aber auch "tolleranter" als andere Arten. Ich betreibe meine Garnelenbecken mit kleinen Motorpumpen. Die Wellen dieser Pumpen sind aus Edelstahl und ich habe keien Ausfälle. Grundsätzlich würde ich aber auch möglicht weite Bögen um Metall machen.
Manuel :wave:
Moin,
Kupfer:
Kupfer ist nicht nur für Wirbellose Gift sondern bei einigen Welsarten auch nicht besonders gut. Sprich: Die werfen das Handtuch erst nach den Garnelen, womit die Garnelen Indikatoren sind.
Kupfer ist in einigen Düngern und Medikamenten in einem zu hohen Maße drin. Prinzipiell muß man sich vorstellen, daß die Wirbellosen dichter an den Parasiten sind als an den Fischen.
Vermehrung von Garnelen:
Wenn man keine Fressfeinde für den Garnelennachwuchs im Becken hat, kann der Nachwuchs bei der Red Cherry alias Red Fire alias Neocaridina denticulata sinensis (var. red) schnell zu ein Problem werden ...
Garnelenarten:
Es kommt zumeist bei den Garnelen auf die Temperatur an.
Prinzipiell überleben Amanos (Caridina japonica), Red Cherry (Neocaridina denticulata sinensis var. red) und Fächergarnelen auch einige Monate lang Temperaturen von 30°. Amanos werden z.B. erfolgreich von Diskusbesitzern gehalten.
Crystal Red wirft schnell das Handtuch, wenn es mal kurzfristig über 30° geht.
Man sollte sich bzgl. Garnelen vor allem wegen den Temperaturen und der Vermehrung erkundigen.
Ich habe meine Heizstäbe in den AQs auf 24° bzw. 26° stehen. Dennoch geht die Temperatur im Sommer auf 30° und das auch _nur_ wegen einem sehr starkem Ventilator.
Eisen:
Alles ist in Unmengen giftig.
PVC ist auch giftig.
Man sollte die Sachen meiden, aber im normalen Einsatz sind sie nicht weiter giftig. Sollte Eisen zu rosten anfangen, sind Verletzungen eher zu befürchten. Wer natürlich einen Nährstoffboden mit Eisengehalt hat und noch Flüssigdünger mit Eisen dazu gibt und noch Eisenteile im Wasser hat, könnte unter Umständen ein Problem bekommen.
Dann aber nicht nur mit Wirbellosen.
Wasserleitungen:
Ich habe Kupferleitungen und benutze nur die Kaltwasserleitung für die AQs. Messungen beim Warmwasser hatten zu hohe Werte ergeben.
Algen:
Ich würde es mal mit Posthornschnecken und Tellerschnecken versuchen.
Allerdings gefallen mir Schnecken und ich habe auch keine Probleme damit, wenn man sie sieht.
Meine Tellerschnecken hängen an den stark verälgten Stellen ab. Vorzugsweise dort, wo Strömung ist und dort lassen sich Rotalgen gerne nieder.
Auf meine Posthornschnecken warte ich noch.
Prinzipiell bekämpft man Algen aber anders:
- höhere Lichtintensität
- mehr schnellwachsende Pflanzen rein
- bewußt Algen pflegen, die dann als optimaler Konkurrent auftreten. Zum Beispiel Bartalgen an Wurzeln oder Fadenalgen an Strömungsstellen oder einige Mooskugeln (sind eine Algenart) ins AQ.
bis dann
elcon
Hallo Elcon,
solche Pauschalbekämpfungsmaßnahmen von Algen kann ich nicht so unkommentiert im Raum stehen lassen. Die Gesamtheit der Pflegemaßnahmen und somit der Zustand / Wechselwirkung mit der Umwelt der Biosphäre ist entscheidend bei der Beurteilung und Findung von Algenursachen. Solch pauschalisierte Pflegemaßnahmen sind da eher kontraproduktiv und bewirken unter Umständen in Abhängigkeit der Biosphäre sogar einen weiteren Wachstumsschub von Algen. Gerade frustierte Algengeplagte nehmen solch Schnellratschläge dankend an und am Ende ist mehr Schaden als Hilfe entstanden, wenn man sich nichtr bemüht die Ursachen wenigstens im ansatz zu ergründen.
Ich selbst kenne Aq, wo das erhöhen der Lichtintensität einen weiteren Wachstumsschub brachte, wenn z.B. die CO2 Konzentration nicht mit angepßt wurde. Auch Maria hat einen ähnlichen Problemfall bei sich in Pflege.
@Ork:
Mögliche Ursachen für Algen sind:
1. zuviele Nährstoffe
2. zuviele Nährstoffe
3. ...
Zuviele Nährstoffe entstehen durch Überdüngung durch den Besitzer (Nährsubstrat, Flüssigdünger, zuviel Futter, CO2 Anlage) oder durch einen Überbesatz an Tieren (incl. Wirbellose) oder Unterbesatz an Pflanzen.
Alle Nährstoffe, die nicht von den Pflanzen verbraucht werden, werden von den Algen verbraucht.
CO2:
Du kannst auch den Effekt haben, daß du weniger Algen im Becken hast, wenn du CO2 erhöhst. Schließlich brauchen die Pflanzen tagsüber CO2, denn nicht alle Pflanzen sind in der Lage, feste Kohlenstoffverbindungen aufzubrechen, um so ihr eigenes CO2 herzustellen.
Kurzum:
Ich gehe davon aus, daß jeder weiß:
1. Algen sind wie Pflanzen, nur anders. ;-)
2. Es gibt mehrere Nährstoffarten für Pflanzen/ Algen.
3. Pflanzen/ Algen verbrauchen tagsüber CO2 und nachts Sauerstoff.
4. 1cm Fisch/ Wirbellose pro Netto Liter AQ Wasser wegen der Verschmutzung.
Daraus kann man ableiten:
Wenn Algen massiv wachsen, gibt es zu viele Nährstoffe.
Wenn man selber diese Nährstoffe hinzugibt, sollte man dies abstellen.
Ausnahme davon ist nur, wenn zu wenig CO2 bedingt durch sehr wenige Tiere im Wasser vorhanden ist.
Ich meine: man schüttet ja auch nicht Flüssigdünger ins AQ, wenn man Probs mit Algen hat oder? :)
Wenn soweit alles ausgereizt ist, gibt es nur noch drei Möglichkeiten:
- Lichtintensität erhöhen, damit lichthungrigere Pflanzen besser wachsen (siehe Starklichtaquarium)
- mehr Pflanzen rein, vorzugsweise schnellwachsende
- gewisse Algen züchten, falls nicht mehr Pflanzen rein können wegen Schwimmbereich für die Fische.
Ich sehe nicht das Problem in meinem Post.
Gehen wir es umgekehrt an:
Wie "baut" man sich sein AQ, damit keine Algen aufkommen?
- 3cm Fisch/ Wirbellose pro Netto Liter Wasser /edit: komplett falsch rum. Gemeint war: 1cm Fisch/ Wirbellose auf 3 Liter
- 70% mit Pflanzen besetzt, wovon 1/4 schnellwachsende sein sollten.
- Anti-Algenröhre (ich bezweifle deren Effektivität, aber man kann es machen)
- Nährstoffboden oder Nährstoffkügelchen unter die Pflanzenwurzeln.
- am besten einen Bodenfluter
- ein Zimmer ohne Fenster
- Mooskugeln ins AQ (obs viel hilft, ist fraglich, aber es müßte helfen)
- passend Füttern
- Besatz an sich ist egal
- eine CO2 Anlage, deren Einsatz vorsichtig angepasst wird und die nachts aus ist.
bis dann
elcon
Hallo Elcon,
unter den Algen gibt es volkstümlich ausgesprochen sogenannte "Reinstwasseralgen". Meistens kommen diese aus dem Bereich der Cyanobakterien = Blaualgen und sind in der Lage, in Aquariennischen zu existieren, wo so wenig Nährstoffe vorhanden sind, das Pflanzen hier keine natürlichen Konkurenten sind. Unter umständen tritt sogar das Phänomen auf, dass man bei der Algenentnahme aus einem AQ durch den so herbeigeführten Stoffaustrag ein plötzliches Nährstoff-/Mineralienunterangebot erzeugt, was sofort andere Arten der latent vorhandenen Algen die eben in Nährstoffarmen Regionen wunderbar gedeihen, nutzen. Daraus ist zu Schlußfolgern, dass ein Nährstoffüberangebot aber auch -unterangebot eine Algenplage herbeiführen kann.
Auch bin ich der Meinung, dass Deine Anleitung für ein Algenfreies Aq sehr zweifelhaft ist. Gerade die von Dir gemachte aussage 3cm Fisch pro Liter stößt da bei mir auf Wiederspruch. Handelt man nach diesem Vorsatz, kommt es mit Sicherheit zum Überbesatz und folglich auch zu dem von Dir als zu vermeidendenden Nährstoffüberangebot.
Auch werden AQ gepflegt, wo es schon vom Besatz her überhaupt nicht passt, dass hier 70% des Bodens bepflanzt werden. Solche AQ müssten Deiner Strategie nach durch ein Nährstoffüberangebot zur Algenplage verdammt sein. Dem ist nicht so, denn oft reicht es schon aus, wenn nur ein Baustein in der benötigten Nährstoff-/Mineralienkette von Algen fehlt, um eigene Substanz aufzubauen. Dann kann z.B. ein Nitrat, Phosphor- und CO2-Überangebot latent vorhanden sein, wenn z.B. das Mineral Magnesium oder Mangan und/oder dergleichen gänzlichst im Wasser fehlt.
PS: Muss gleich auf Dienstreise, können am Freitag die Disskusion gerne fortführen, denn ich finde sie sehr interessant. Vielleicht in einem eigenen Tread, um hier beim Thema zu bleiben.
Manuel D
26.10.2004, 12:02
Na ja fast:
Ich hatte auch schon algen, weil ich zuwenig nährstoffe im Wasser hatte.
Ganz im Ernst, sie gingen Weg als ich anfing zu düngen.
Pauschalisieren kann man hier nur soweit das man sagt:
"Algenwachstum läßt sich durch verbesserung des Pflanzenwachstums eindämmen" höher würde ich da nicht greifen. Es braucht nur ein Spurenelement zu fehlen, und schon freuen sich die Algen.
Ein Zuviel an Eisen (eigentlich ein Spurenelement, für Pflanzen aber essentiell) kann ein Rotalgenwachstum auslösen.
Auch ein überschuß an silikaten (und wer mißt das schon) kann Algen verursachen.Ein oxidatives Milieu bei guter Nährstoffversorgung, und es wachsen Algen. Die Beleuchtungspause am Mittag habe ich bei mir eingeführt, da Sauerstoff dann die Sättigungsgrenze ereichte.
Behandel kann man da nur wenn man die Parameter alle kennt, alles andere sind Vermutungen.
Manuel
Manuel D
26.10.2004, 12:19
@ Ork
da bin ich dabei, finde das Thema mehr als nur interessant.
Algen sind wohl der Grund, weshalb die meisten das Hobby AQ aufgeben.
@ elcon
Denke das mit den 3cm/Liter war ein Schreibfehler, oder?
Anti-Algen_Röhren?
Braucht man ned! Benutze Baumarktröhren!
Bodenfluter braucht man ned, ist aber schön wenn vernünftig dimensioniert.
Mooskugel: mag ich ned, braucht auch ned. Ich lasse die Algen an Rück und Seitenwänden einfach dran, die stören mich nicht (Alle 3 nicht :goofy: )
Starke bepflanzung, vernünftig angepasste TWW, angepasste Filterung.
Nur sieht das in jedem Becken anders aus und kann eigentlich genausowenig pauschalisiert werden.
Ist alles nicht einfach :nein:
Manuel
@Manuel:
auch wir sind im Grunde einer Meinung. :)
Meinen Schreibfehler (A denken, B sagen und C schreiben) bzgl. 3cm habe ich bereits editiert.
Ausdiskutiert werden die Algen in diesem Thread:
http://www.biotop-forum.at/topic,2694,-alles-rund-um-algen.html
Ich hoffe auf rege Beteiligung in dem Algen Thread, damit wir hoffentlich zusammen herausfinden, wie man Algen vorbeugt und sie auch, falls sie dennoch mal auftreten, eindämmen kann.
Ähhm, eigentlich wollte ich die Garnelen, weil sie faszinierend sind. Das sie Algen fressen, sind ein angenehmer Nebeneffekt. Aber als Algenbekämpfungsmittel halte ich sie nicht. Ich finde es nur nett, dass sie mir die Pinsel- und Bartalgen vom HMF fressen und den Filter dadurch sauberhalten.
Manuel D
27.10.2004, 10:39
Hi Cat
Ich finde es nur nett, dass sie mir die Pinsel- und Bartalgen vom HMF fressen und den Filter dadurch sauberhalten
Tuen sie das denn?
Fadenalgen futtern sie in rauen Mengen, Bart- und Pinselalgen werden sie durch ihr Gezupfe zwar beim wachsen stören, aber fressen werden sie die bestimmt nicht wenn sie was anderes finden können. Rotalgen werden nur sehr selten gefressen.
Manuel
Nun, ich weiß es nicht genau. Jedenfalls ist der HMF jetzt ihr Lieblingsplatz wo sie sich fast ständig aufhalten. Sie zupfen zumindest an den Pinselalgen herum, das ist aber wohl auch alles. Ansonsten schalgen sie sich die Bäuche mit anderen Algen voll, die auch am HMF wachsen. Vielleicht gefällt ihnen auch die grobe Oberfläche des Filters.
Wenn mich die Algen stören, dann zupf ich sie einfach ab, bevor ich einen WW mache.
@Cat: untersuche lieber nicht, was genau die Garnelen da mampfen.
Es ist gut, daß sie das mampfen und mehr will man nicht wirklich wissen.
Garnelen sind prinzipiell Fressmaschinen.
Sie fressen, wenn sie sich nicht gerade paaren bzw. auf der Suche nach paarungswilligen Gegenparts sind.
Was sie fressen, ist ihnen relativ egal, Hauptsache tot*, auch wenn sie natürlich eine Favoritenliste haben. Welstabs stehen bei ihnen ganz oben, meiner Erfahrung nach.
bis dann
elcon
tot* Ich spreche hier von Garnelen ohne Scheeren.
Also nicht von Ringelhänden oder dergleichen.
Eher so von Neocaridina Arten, wobei ich mir nicht definitiv sicher bin, ob sie nicht doch lebende Schnecken angehen, wenn sie Hunger haben.
Tote Schnecken, Fische und Garnelen (auch gleiche Art) fressen sie natürlich.
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