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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Corydoras sterben


birgit
24.02.2004, 19:25
Hallo liebe Leute!

Ich möchte mich kurz vorstellen: mein Name ist Birgit aus Wien und ich bin eigentlich schon von Anfang an bei diesem Forum Mitglied, habe aber immer nur fleißig mitgelesen. Ich hatte eigentlich gehofft, eure Hilfe nicht so früh in Anspruch nehmen zu müssen, aber wenn ich ehrlich bin, jetzt ist "Feuer am Dach".

Es geht um meine Corydoras trilineatus (sind seit Oktober 2003 bei mir) und Corydoras sterbai (seit Nov. 2003). Das ganze hat kurz nach dem Kauf der C. trili. begonnen. In meinem 200 l Becken hatte ich 10 C. trili., die plötzlich kleine rote Flecken im Körper bekommen haben und schwer zu atmen begonnen haben. Ich hab mich in ein paar Büchern schlau gemacht und bin dann auf diese Rotfleckenkrankheit gestossen, die bei Welsen ja nicht untypisch ist. Ich habe sie dann alle auf einmal in ein Quarantänebecken mit Nifurpirinol (Aquafuran) gesetzt. Die Behandlung schlug an und nach ein paar Tagen konnte ich sie wieder umsetzen. Ich habe dann Torfrindenextrakt, Torfgranulat und Seemandelbaumblätter in das Becken gegeben (als Vorbeugung). Nach einiger Zeit zeigten die Kleinen wieder diverse Krankheitssymptome: sie wurden dick, richtig aufgebläht, sie lagen apathisch herum, sie haben sich gedreht und in den letzten 3 Wochen sind 5 C. trili. gestorben. Nur diese roten Flecken konnte ich bei keinem mehr feststellen. Übrigens: den Zitronensalmler und den Roten Neons geht es prächtig.

Tja und heute füttere ich meine C. sterbai im kleinen 54 l Becken und sehe, daß ein Fisch auch diese roten Flecken im Körper hat und ganz schwer und schnell atmet.

Hier ist ein link zu unserer Aquariumseite: http://aquarium.bergauer.org , wo die wichtigsten technischen Daten aufgelistet sind.

Hier unsere Wasserwerte: kH = 6, GH = 8, NO2 = nn, NO3 = 5 mg/l, Cu = nn, PO4 = 0,25 mg/l (JBL-Tests), Wassertemperatur: 24 °C. Die Wasserwerte stimmen bei beiden Becken ziemlich überein.

Im großen Becken wird alle 2 Wochen ein Teilwasserwechsel gemacht und im kleinen wöchentlich (jeweils ca. 1/3).

Achja und das Futter: es gibt abwechselnd Flockenfutter, Futtertabletten (Spirulina und Welstabletten), Frostfutter, Lebendfutter (weiße und rote Mülas) und ab und an Gurke oder Zucchini (schon lange keine mehr verfüttert).

Unten könnt ihr noch ein Foto von meinem kranken C. sterbai sehen.

Ich hoffe, daß von euch irgendjemand eine Idee hat, was das sein könnte und wie man dem kleinen Fisch helfen könnte.

lg,
Birgit

Helga
25.02.2004, 02:16
Hallo!

Leider kann ich Dir da nicht weiterhelfen... obwohl ich 14 Arten Corydoras pflege! Ich habe jedoch jede Art in einem eigenen Becken, sie sind also nicht miteinander vergesellschaftet. Krankheiten hatte ich bei den Corys noch nie und ich hoffe, daß ich davon - besser meine Corys - davon verschont bleibe.

Hast die die Corys in einem Becken zusammen oder getrennt?

Die Wasserwerte sind normal, nicht ungewöhnlich....

Ich hoffe, es kann Dir hier jemand weiterhelfen!

Gruß
Helga

Doc
25.02.2004, 05:32
hallo Birgit

Mein letzter Kenntnisstand über Rotfleckenkrankheit ist das es sich um Bakteriem oder Viren handelt die nach und nach Organ und Gewebe zersetzen
und nicht heilbar ist, deine Behandlung wäre ansich die richtige >Vorgehensweise und offenbar hat sie auch teilweise angeschlagen,
jedoch habe ich den Verdacht das eventuell innere Organ bereits geschädigt worden, andererdeits besteht auch die Möglichkeit das du dir
eine Verstopfung oder eine Bauchwassersucht eingefangen hast die genaue Ursache könnte man wahrscheinlich nur durch eine Fachgerechte Untersuchung beim Tierarzt feststellen.
Rotfleckenkr. haben meist Wildfänge oder Tiere die mit Wildfängen zusammen gehalten werden. Ich würde dir empfehlen mit einem der Kandidaten sofort in ein institut und eine Bateriologische Untersuchung machen lassen, die anderen in ein Quarantänebecken und das Hauptbecken desinfizieren, ansonsten bin ich leider hier auch am ende mit meinem Latein, wenn du aber weiter <Links findest wäre ich dir dankbar.
ansonsten kann ich nur noch zu optimalen Pflegebedingungen raten
die du ja hast wie ich lesen konnte
Es tut mir leid , aber ich hoffe das es sich wieder einrenkt

Gruss Alex

birgit
25.02.2004, 20:10
... ist eine antwort. zumindest weiß ich jetzt, daß diese krankheit ungewöhnlich ist.

dem kleinen gehts übrigens den umständen entsprechend gut. ich habe ihn in ein quarantänebecken umgesetzt und behandle ihn mit nifurpirinol. er ist aber immer noch rot und atmet schwer.

@helga: die c. trili und die c. sterbai sind nie miteinander in kontakt gekommen. sie werden in getrennten becken gehalten und für jedes becken gibts eigenes Zubehör (Kübel, Schläuche usw.).

eventuell werde ich die vetmed kontaktieren, vielleicht können die ja weiterhelfen.

ich werde euch auf dem laufenden halten.

lg,
birgit

Hemichromis
25.02.2004, 21:02
Guten Abend,

eigentlich hat Malboro schon fast alles gesagt.

Jedoch würde ich eine Verstopfung oder Bauchwassersucht in der Form ausschließen.

Die schon benannte Krankheit ist relativ neu, jedoch leider auch relativ häufig, auftretende Krankheit. Hier liegen die Forschungen noch in den Kinderschuhen, da sie derzeit nur bei einzelnen Arten und vor allem Wildfängen vorkommt. Bei Nachzuchten ist diese Krankheit eher sehr selten bzw. ein auftreten noch nicht bekannt.

Deine bemühungen die Fische mit Medikamenten zu behandeln halte ich für sinnvoll. Bitte berichte mal genau über den Fortgang oder über Reaktionen bei den Welsen.

Nach meiner derzeitigen Information haben noch keine im Handel erhältlichen Mittel eine vollständige Heilung erbracht.

Weiterhinm ist mir eine Übertragung auf andere Fischarten auch nicht bekannt, so das eine Desinfektion des Beckens nicht zwingend notwendig ist.

Tut mir Leid , das meine Antwort nicht wirklich eine Lösung für Dich bringt. Versuche bei einem Nachkauf heraus zu bekommen ob es sich um Nachzuchten oder Wildfänge handelt.

birgit
26.02.2004, 21:01
der kleine hats hinter sich. eigentlich ists ihm heute noch recht gut gegangen, doch vor ca. einer stunde ist er umgefallen, hat noch schwer geatmet und dann wars vorbei. :alright:

morgen fahr ich mit ihm auf die vetmed. da gibts ein institut für fischkunde, die auch spezielle untersuchungen für zierfische anbieten. wenn ich den befund habe, werde ich euch das ergebnis mitteilen.

bezüglich wildfänge und nachzuchten: die c. sterbai hab ich auf einer Tauschbörse erstanden (das waren wohl nachzuchten) und die c. trili. hab ich in einer zoofachhandlung im 9. bezirk gekauft (vielleicht waren das ja wildfänge).

den anderen panzerwelsen gehts momentan noch gut - sie zeigen noch keine auffälligkeiten (hoffentlich bleibts dabei).

birgit

Helga
26.02.2004, 23:24
Hallo!

Tut mir leid um den kleinen Cory.... *tröst*.....

Der Befund wäre wirklich interessant und vielleicht sehr hilfreich, wenn diese Krankheit wieder mal bei jemand anderem auftritt. Vor allen auch, wie man den Tieren helfen kann und welche Medikamente gegenbenenfalls ansprechen würden.

Gruß
Helga

Doc
27.02.2004, 04:56
Ja dem Post kann ich mich nur anschliessen, allerdings bin ich nicht sicher ob eine Untersuchung ausser dem Feststellen der Schäden was bringt, wie hast du den Fisch präpariert und wie lange lag er eventuel
schon Tod im Becken, es würde mehr Sinn machen so hart das klingt einen noch lebenden mit auffälligkeiten ohne Verzug Fachgerecht im Institut untersuchen lassen, da jeder Erreger oder Parasit den Fisch meist beim Tod sehr schnell verlassen wird und durch Bakterien ersetzt oder zerstört wird, die den Verwesungsprozess in Gang setzten

Alex

birgit
27.02.2004, 06:53
das mit dem lebenden fisch untersuchen lassen ist ein argument, welches ich gestern abend auch ins auge gefasst habe. das war um ca. 21 uhr. dem wels gings zu diesem zeitpunkt auch noch gut. um 22 uhr wars leider mit ihm vorbei. ich hab dann auf der homepage dieses instituts nachgeschaut, die bei schon toten fischen vorschlagen, ihn in alufolie zu geben, nicht luftdicht zu lagern und ihn kühl zu halten und auch kühl zu transportieren. somit liegt er im kühlschrank in alufolie.

das halte ich für einen guten vorschlag, da der verwesungsprozess verlangsamt wird und sich die meisten bakterien bei +4 °C nicht weiter vermehren. er wird auch heute vormittag schon auf die vetmed gebracht.

mich würde einfach interessieren: waren es bakterien, viren, parasiten? es wird auch ein antibiogramm erstellt. na mal schauen!

lg,
birgit

Doc
27.02.2004, 07:33
Hi Birgit das du dich schon recht gut informiert hast ist prima meine Sorge ist damit hinfällig ;-)

Alex
28.02.2004, 17:27
Hi Birgit!
tut mir echt leid für dich und deine Corys!
meine haben dass auch mal gehabt, legte es aber als Bauchwassersucht aus! nach 2 Fischen war dann aber zum Glück schluss!
bin gespannt was die sagen werden! hab nämlich davon gehört wollte aber nie dort mit nem toten Fisch aufkreuzen!

birgit
28.02.2004, 22:01
der c. sterbai wurde am freitag vormittag an der vetmed seziert. leider war es für eine bakteriologische untersuchung zu spät. die inneren organe waren schon soweit zersetzt, daß die darmbakterien schon überall zu finden waren. das würde auch die rotfärbung im körper des fisches (blutungen) erklären. was ich aber jetzt ausschließen kann, sind parasiten und fischtuberkulose.

interessant scheint mir die auskunft, daß die roten, abgegrenzten flecken durch vergiftung mit ammoniak/ammonium entstanden sein könnten. weiters könnten auch schwermetalle grund für diese seuche sein. Cu und Pb kann ich ausschließen, aber Zn nicht. ich weiß auch nicht, ob ich hier im haus verzinkte eisenrohre habe. dies könnte auch erklären, warum ich seit meinem umzug in diese wohnung mit diesen problemen zu tun habe.

als bauchwassersucht möchte ich das nicht gleich abtun. dabei handelt es sich zwar um eine bakterielle infektion mit aufgeblähten bäuchen, abstehenden schuppen und blutungen etc. aber der ausgang bei meinen fischen sind diese roten, abgegrenzten flecken. und daß für fische, deren immunsystem geschwächt ist, diverse bakterien, selbst natürlich vorkommende, gefährlich werden können, steht außer frage.

da ich nicht weiß, wie ich Zn selbst messen kann, werde ich wasserproben untersuchen lassen (oder kennt jemand eine messmethode?) und, so schwer es mir fällt, einen lebenden fisch, bei dem die symptome auftreten, wieder auf die vetmed bringen.

schönen abend noch,
birgit

Petute
29.02.2004, 09:32
die möglichkeit einer ammoniakvergiftung klingt plausibel und wäre leicht zu beheben.
hast du ammonium/ammoniak getestet?

bei verzinkten leitungen kannst du, glaube ich, nur mehr über osmose, aktivkohle oder mit diversen aufbereitern arbeiten.

ich finde das wirklich ganz toll, dass ihr euch so für das wohl eurer haustiere einsetzt

Anton_Gabriel
29.02.2004, 19:14
Hallo Birgit,

Zinktest gibt es von Merck einige ab 0,05 mg/l - sollte man bei Neubers Enkel (Grossdrogerie) linke Wienzeile bekommen oder bestellen können ...

Viel Erfolg und schöne Grüße, Anton Gabriel

PS: selber kann ich Zink leider nicht messen - sonst wärst ja nicht so weit ...

birgit
29.02.2004, 19:25
vielen dank für den tipp! neubers kenn ich, da werd ich doch gleich morgen mal anrufen.

lg,
birgit