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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Vergesellschaftung möglichkeiten ?


Enrico Rudolph
21.04.2007, 13:48
Hi @ll

ich habe ja bekanntermaßen die Carolina-Laubfrösche im Terra sitzen ...

nun dachte ich mir als weitere Tierart mir wieder Rotkehlanolis dazu zuholen (damit hatte ich seiner Zeit mit Terraristik angefangen) ...

warum Rotkehlanolis ?? naja sie stammen ursprünglich auch aus Carolina sprich sie stellen im großen und ganzen die selben Ansprüche ...

Klemens
21.04.2007, 22:38
Hallo Rudy,

Ich kann Dir jetzt keine ordentliche Antwort geben, weil ich mit Reptilien überhaupt keine Erfahrung habe. Ich habe mich jetzt auch nur ganz geschwind auf http://de.wikipedia.org/wiki/Rotkehlanolis schlau gemacht.

Ich sage es "diplomatisch": Ich glaube nicht, dass Du die Lebensqualität der Frösche damit verbesserst ;-). Und ich glaube, genau das gehört mit bedacht.

(Im Hinterkopf habe ich, dass genau diese Vergesellschaftung prinzipiell möglich ist.)

lg
Klemens

Enrico Rudolph
21.04.2007, 23:33
.

Ich sage es "diplomatisch": Ich glaube nicht, dass Du die Lebensqualität der Frösche damit verbesserst ;-). Und ich glaube, genau das gehört mit bedacht.

(

Hi klemens

verbessert ?? ...ok.... ABER wird sie dadurch verschlechtert?? das ist doch die Frage! ...

Klemens
21.04.2007, 23:50
ABER wird sie dadurch verschlechtert??

Ja, ich denke schon! Die tagaktiven Anolis werden die Frösche IMHO auf jeden Fall in ihrem Schönheitsschlaf stören. Und oft genug wird es mehr als ein Schönheitsschlaf sein ... !

Ich _vermute_, dass eine Vergesellschaftung möglich ist. Aber ich _vermute_ auch, dass ein Frosch, der z.B. an der "Kippe" ist, durch die Anolis eventuell auch fatal gestört werden könnte.

Rudy, ganz ehrlich: __Vermutungen__ -- Ich glaub, sowas kann schon gehen. Aber _förderlich_, glaube ich wirklich nicht! Wir halten Wildtiere in Gefangenschaft -> Willst ja selber nicht mit einem "Unsympathler" in einem Käfig gesperrt werden. ... (man verzeihe mir den Vergleich)

lg
Klemens

Linda
22.04.2007, 08:38
Guten Morgen,

meine Kröten sind zwar nicht nur in der Nacht aktiv und bestimmt keine solchen Schläfer wie Laubfrösche - das mag eventuell ein relevanter Unterschied sein. Sie scheinen sich durch die Vergesellschaftung mit den großen Phelsumen jedenfalls nicht gestört zu fühlen.

Wenn die Mitbewohner nicht in das Fressfeind-Schema passen (und Rotkehlanolis, mein ich, sind von der Größe her gegenüber Carolina-Laubfröschen unbedenklich - eher wird der Anolis-Nachwuchs Opfer der Frösche) find ich ein Gesellschaftsterrarium interessanter als ein Artenbecken.

Schönen Sonntag!
Linda

Roman König
22.04.2007, 09:17
Hallo!

Ich denke solange Keiner darunter leidet ist es sicherlich unbedenklich, aber nur dann. Interessant wirds sicherlich werden.

@ Rudy : wär das Terra für die Anolis nicht zu klein?

Enrico Rudolph
22.04.2007, 12:11
Hallo!

Ich denke solange Keiner darunter leidet ist es sicherlich unbedenklich, aber nur dann. Interessant wirds sicherlich werden.

@ Rudy : wär das Terra für die Anolis nicht zu klein?

Hi Roman ...

nöö... Rotkelanolis werden zwar die Böcke bis ~ 20cm lang ...
ABER ~ 50% davon ist alleine der Schwanz!


Hi @ll

ich hatte sie ja ursprünglich schon mal gehabt ... inkl. Nachwuchs ...was erst aufhörte als ich mir die Geckos dazu holte schon gab es kein Nachwuchs mehr ...

die Geckos sind nun nicht mehr << mit den hatte ich überhaupt kein Glück :oops2: ...wollte ich halt wieder zurück zu den Rotkehlanolis ...zumal diese ja auch die gleiche Heimat wie meine Frösche haben und somit von diesen Punkt aus aufjedenfall zusammen passen würden ...

Roman König
22.04.2007, 12:49
Hallo Rudy!

Löwen und Antilopen haben auch die gleiche Heimat, würdest du sie etwa deswegen gemeinsam halten? :shock:

Anolis sind zwar nicht besonders groß haben aber doch einen gewissen Bewegungsbedarf. Kann mich an deine Terramaße einfach nimmer erinnern.

Enrico Rudolph
22.04.2007, 12:59
Hi Roman

100 x 100 x 50 cm

gruß rudy

Lady Froggy
22.04.2007, 14:49
Servus Rudy,

also ich habe schon öfters von Vergesellschaftungen mit H. cinerea und den Anolis gehört. Im positiven Sinn. Von den negativen Erfahrungen hört man halt selten was.

Auch ich habe schon darüber nachtgedacht, zu meinen H. cinerea Anolis oder Taggeckos zu setzen.
Im Momet scheiter es auf alle Fälle am zu kleinen Terrarium.

Ich glaube wenn, dann sind es noch am ehersten die Anolis die sich am besten vergesellschaften lassen.
In meinem Froschforum habe ich eine Userin, die möchte die A. sagrei mit den H. cinerea dauerhaft vergesellschaften.

Momentan hält sie die jungen sagrei zusammen. Soll aber dauerhaft so bleiben, wie ich sie verstanden habe.
Jedoch sind die z.B. laut ihren Angaben sehr hektische Anolis.

Natürlich kann es gutgehen - aber ich bin sicher, daß Du keines der Tiere irgendwie gefährdest.
Natürlich wäre ich sehr an Deinem Bericht interessiert, da ich es ja auch mal versuchen möchte.
Ein Ausweichbecken muß natürlich vohanden sein, bei derarten Versuchen.

Bin schon gespannt. Aber hattest Du nicht eh mal welche drinnen?

Lg,
Irina

Enrico Rudolph
22.04.2007, 15:14
Hi Lady Froggy

ja ich hatte mal Rotkehlanolis ...

bis ich auf Dubia-Taggeckos umgestiegen bin ... von da an sind sie mir "ausgestorben" sprich es kamen keine Jungtiere mehr ...

nun sind mir die Taggeckos ausgestorben hatte mit den kein Glück was Junge anging ... naja sollte nicht sein ...

als es nur noch ein Gecko war hatte ich mir die Frösche besorgt ... und letzten Sommen meine ersten Jungfrösche gehabt ...


und weil eben die Rotkehlanolis relativ anspruchslos sind ... dachte ich mir sie wieder zuzulegen ... außerdem interesiert keine Behörde in D die Anolis wärend bei Tag-Geckos mann sie bei der "UnterenNaturschutzbehörde" anmelden bzw abmelden muß ...

und ein weiterer Punkt der Vergesellschaftung ist eben das "Klima" welches ich im Terra habe das passt 100% auch für die Rotkehlanolis ...

Linda
22.04.2007, 15:52
Löwen und Antilopen haben auch die gleiche Heimat, würdest du sie etwa deswegen gemeinsam halten?
Brauchst ja gar nicht nach Afrika fahren, und Fressfeinde müssen 's auch nicht sein: In unserem Garten leben Zauneidechsen und Teichfrösche nur wenige Meter von einander entfernt. Und doch würd ich sie nie gemeinsam in einem Terrarium halten, weil sie unterschiedliche Ansprüche haben.

Bei Rotkehlanolis und Laubfröschen scheint das so dramatisch nicht zu sein. Im I-Net ist ein Haltungsbericht von Anolis carolinensis in einem Paludarium. Na ja :)

Ich hab mal ein Foto gesehen von Rotkehlanolis in ihrem natürlichen Lebensraum. Das war bestimmt kein Sumpfgebiet. Allerdings wohnen Laubfrösche außerhalb der Laichzeit auch oft recht weit entfernt von Gewässern. Es ist halt alles relativ, wie schon Albert E. bemerkt hat.

Liebe Grüße
Linda

Linda
22.04.2007, 16:09
In meinem Froschforum habe ich eine Userin, die möchte die A. sagrei mit den H. cinerea dauerhaft vergesellschaften.

Momentan hält sie die jungen sagrei zusammen. Soll aber dauerhaft so bleiben, wie ich sie verstanden habe.
Jedoch sind die z.B. laut ihren Angaben sehr hektische Anolis.
Hallo Irina,

ich hab einmal Anolis sagrei gehabt und find die ausgesprochen hübsch und interessant. Gehalten hab ich sie in einem eher trockenen Steppenterrarium, da haben sie sich augenscheinlich wohl gefühlt.

Im I-Net steht folgende Info über den Bahamaanolis:
Lebensraum:
Meist sonnendurchflutetes, offenes Gelände auf Baumstümpfen, Zäunen und im Astwerk von Sträuchern und Bäumen in Bodennähe ...

Außerhalb der Laichzeit mag das mit Hyla cinerea gut gehen, aber wenn das Terrarium zur Froschhochzeit in eine Sumpflandschaft verwandelt wird (wie etwa bei Klemens' Carolina-Laubfröschen) kann ich mir nicht vorstellen, dass das den Bahamaanolis gefällt.

Liebe Grüße
Linda

Enrico Rudolph
22.04.2007, 16:20
Hi

der Anolis sagrei ist auch ehr Bodenorientierte Tiere ...

wärend die Anolis carolinensis (Rotkehlanolis) ein "Baumleguan" ist

Enrico Rudolph
22.04.2007, 16:27
nachtrag:

http://www.biotropics.com/html/anolis_carolinensis.html
http://www.anolis.de/beratung/tiere/anolis/caroliensis.htm

Luftfeuchte 50 < 80%

Klemens
22.04.2007, 21:21
Von den Klimabedingungen kann ich mir das schon vorstellen!

Ich denke da eher an so Dinge, ob die Anolis Krallen haben, mit denen Sie den Fröchen den Rücken massieren, oder ob die ihre Beute gerne zerlegen und einen Froschbobsch von einer saftigen Schabe unterscheiden können ...

Bitte, meine Meinung als "Mitdenken" verstehen. Ich kenne die Anolis wirklich nicht!

lg
Klemens

Enrico Rudolph
23.04.2007, 02:47
Froschbobsch

Hi

wie was wer ??

Klemens
23.04.2007, 02:52
Froschbobsch

Hi

wie was wer ??

Hi

"Froschbobsch" = Abdomen von Hyla cinerea ;-)
HINTERTEIL des Frosches ;-)

scherzhaft - übersetzt:
Ob der/die Anolis den Frosch in den A**** beißt oder eine Schabe frißt, wird der gute Anolis vielleicht nicht differenzieren können ;-)

.. ich geh schlafen!

gn8
Klemens

Enrico Rudolph
23.04.2007, 03:10
Hi

kanste beruhigt sein ... ok echte Babyfrösche von max. 1,5<2cm da könnte es ein RotkehlAnolis vieleicht mal versuchen obwohl selbst die schon zugroß sind für ihn ...

Lady Froggy
28.04.2007, 01:52
Hi,

sag Klemens, schreibt man das nicht POPSCH?

Egal, und Enrico, bist Du schon weiter mit deinem Projekt?
Schon fixe Pläne?

Lieben Gruß,
Irina

Enrico Rudolph
28.04.2007, 12:29
Hi

nö noch nicht ... will mir keine im Zooladen kaufen die sehen meist recht verhungert aus! ...

warte da lieber auf die nechste Börse hier im FEZ in der Wuhlheide ist nur eine S-Bahnstadtion weg von mir ...

GeckoTom
28.04.2007, 21:40
Im Normalfall ist es besser Art für Art getrennt zu halten!

Liebe Grüße
Thomas

Klemens
28.04.2007, 21:45
Hi,

sag Klemens, schreibt man das nicht POPSCH?


:oops2:

lg
Klemens

Ciliatus
29.04.2007, 08:58
Die Frage ist doch wozu da noch Anolis rein sollen? Es ist bekannter Massen zwar eine funktionierende Vergesellschaftungsform, aber ich halte trotzdem nix davon.
Hast du deine Phelsumen auch mit den Fröschen gemeinsam gehalten?

lg

Ingo

Linda
29.04.2007, 10:11
Im Normalfall ist es besser Art für Art getrennt zu halten!
Das klingt ja fast wie das elfte Gebot.

Im Normalfall sind mir Leute, die sich bloß auf die Normalität berufen, ein bissl suspekt.

Liebe Grüße
Linda

GeckoTom
29.04.2007, 10:23
......Im Normalfal sind mir Leute, die sich bloß auf die Normalität berufen, ein bissl suspekt....


Das finde ich nett von dir! Die meisten bezeichnen mich als "extrem seltsam" und das sicher auch nur der Höflichkeit halber! ;-) ;-)


Ich finde dass in den "meisten Fällen" (besser so :mrgreen: ) es schon schwer genug ist für eine Tierart ein passendes Terrarium zu gestalten und dass es für mehrere, zT sehr Unterschiedliche beinahe unmöglich ist! (allgemeiner formuliert)


Ist übrigens das zwölfte Gebot, das elfte lautet:

Du sollst dir nichts kaufen was du nicht auch Artgerecht halten kannst!

Lady Froggy
29.04.2007, 15:41
Grüß Euch,

also ich kenne den Enrico bestimmt noch nicht so gut, aber was ich von ihm gelesen habe, hat mir eigentlich gezeigt, daß er sehr verantwortungsvoll mit seinen Tieren umgeht.

Zu sagen, "Du sollst kein Tier kaufen, wenn Du es nicht artgerecht halten kannst" ist ein Vorwurf, den man sicher nicht so einfach da stehen lassen kann.

Das hört sich an, wie die Dame, die mich unlängst in einem Insektenforum aufs böseste angemacht hat, weil ich eine theoretische Frage zu einer Vergesellschaftung gestellt habe.
Auch nach dem Motto, wenn ich kein Becken für das Tier habe, soll ich es nicht kaufen.

Ich denke, Enrico wird das sicher nicht aus Platzmangel machen, sondern weil es ihn interessiert.
Und man hört sehr oft von gut laufenden Vergesellschaftungen mit Hyla cinerea und Anolis.
Daß es gut laufen kann, beweisen ja schon seine Berichte mit den vorhergehenden Vergesellschaftungen.

Und ob man ein Becken gut und artgerecht einrichten kann, liegt wohl an einem selber.
Wenn zwei Tiere ähnlich bis gleiche Haltungsbedingungen haben, warum sollte man den Versuch nicht machen.
Enrico wird sicher keines der Tiere einer Gefahr aussetzen. So schätze ich ihn zumindest ein.

Lg,
Irina

Ciliatus
29.04.2007, 15:57
Die Römer hat auch interessiert, wer gewinnt... Der Sklave oder der Löwe? Neugier schön und gut, aber bitte nicht auf kosten der Tiere.

GeckoTom
29.04.2007, 16:10
Zu sagen, "Du sollst kein Tier kaufen, wenn Du es nicht artgerecht halten kannst" ist ein Vorwurf, den man sicher nicht so einfach da stehen lassen kann..
Also, das war ja als Grundregel gedacht! Nicht auf eine einzelne Person gemünzt! Eigentlich sollte das ja eine Selbstverständlichkeit sein und nicht mal erwähnt werden müssen!!! :evil: :evil: :evil:


Auch nach dem Motto, wenn ich kein Becken für das Tier habe, soll ich es nicht kaufen.


:shock: :shock: :shock: Du kauft dir deine Tiere noch bevor du Becken für sie eingerichtet hast???
Das war doch eher ein Scherz von dir, oder????? :crazy: :crazy:

Die Römer hat auch interessiert, wer gewinnt... Der Sklave oder der Löwe? Neugier schön und gut, aber bitte nicht auf kosten der Tiere.


Bei den Römern hats aber nicht Monate gedauert, soll ja relativ schnell gegangen sein! :-( :-( Von daher hat man ja glaich die Versuchsergebnisse!!:mrgreen: :mrgreen:

Enrico Rudolph
29.04.2007, 16:12
Auch nach dem Motto, wenn ich kein Becken für das Tier habe, soll ich es nicht kaufen.


:shock: :shock: :shock: Du kauft dir deine Tiere noch bevor du Becken für sie eingerichtet hast???
Das war doch eher ein Scherz von dir, oder????? :crazy: :crazy:

denke das bezieht sich darauf für jede Tierart ein extra Terra haben zumüßen ...und sie NICHT zusammen zuhalten ...

GeckoTom
29.04.2007, 16:24
Auch nach dem Motto, wenn ich kein Becken für das Tier habe, soll ich es nicht kaufen.


:shock: :shock: :shock: Du kauft dir deine Tiere noch bevor du Becken für sie eingerichtet hast???
Das war doch eher ein Scherz von dir, oder????? :crazy: :crazy:

denke das bezieht sich darauf für jede Tierart ein extra Terra haben zumüßen ...und sie NICHT zusammen zuhalten ...


Aha!

Wenn die Tiere vollkommen unterschiedliche Lebensgewohnheiten haben ist es sicher besser, zB Wandkletterer und welche die auf dünnen Ästen klettern.

Das Problem ist, wie schon anfangs geschrieben wurde, dass die Tiere Tag- und Nachtaktiv sind. Das heist, wenn die Geckos auf den Ästen schlafen werdens mehrmals von den Fröschen aufgeweckt wen die herumklettern und fressen, weil es sich ja um ein sehr kleines Gebiet handelt in dem sie sich bewegen können!

Liebe Grüße
Thomas

Linda
29.04.2007, 16:33
Hallo!

Worüber wird hier eigentlich geredet?

Als deklarierter Fan von Gesellschaftsterrarien möcht ich da auch was dazu sagen.

Was spricht dagegen, Tiere gemeinsam in einem Terrarium zu halten, wenn

. ihre Haltungsansprüche gleich sind
. eine Art nicht Fressfeind der anderen ist
. das Terrarium groß genug ist, damit sie einander nicht ständig auf die Zehen steigen
. sie einander auch so nicht in die Quere geraten (d.h. sie entweder - so wie bei meinen Zwergkröten und den Phelsumen - unterschiedliche Lebensräume bewohnen oder unterschiedliche Aktivitätszeiten haben)

In der Natur besiedeln doch auch verschiedene Arten den selben Lebensraum, der auch nicht größer sein muss als ein Terrarium - solang das Futterangebot ausreicht.

Ich versteh nicht ganz, warum daraus eine Ideologiediskussion gemacht werden muss.

@Ingo: Das ist doch kein 'Versuch auf Kosten der Tiere'.

Liebe Grüße
Linda

GeckoTom
29.04.2007, 16:47
... ihre Haltungsansprüche gleich sind


OK!

. eine Art nicht Fressfeind der anderen ist


OK! Auch klar!


. das Terrarium groß genug ist, damit sie einander nicht ständig auf die Zehen steigen

Da sehe ich schon Probleme bei den meisten Becken!! Aber geht auch noch!


. sie einander auch so nicht in die Quere geraten (d.h. sie entweder - so wie bei meinen Zwergkröten und den Phelsumen - unterschiedliche Lebensräume bewohnen oder unterschiedliche Aktivitätszeiten haben)

Optimal! Da stimme ich dir voll und ganz zu! Ich habe auch Geckos und Pipas zusammen!! Unterschiedlicher gehts gar nicht! ;-)

.In der Natur besiedeln doch auch verschiedene Arten den selben Lebensraum, der auch nicht größer sein muss als ein Terrarium - solang das Futterangebot ausreicht.


Kann man nicht vergleichen, da es weit größere Flächen zum ausweichen gibt! Auch bei großer Dichte kommt in der Natur sicher kaum mehr als ein zB Pfeilgiftfrosch auf den Quadratmeter, im Schnitt von einem ganzen Gebiet natürlich! Wobei ich natürlich nicht sage dass ein großes Becken immer super ist, man muss es ja auch kontrollieren können und die Futterdichte halten, damit die Tiere nicht verhungern!

Ich finde halt das es sicher einfacher ist und den Tieren weniger Nachteile und Stress verursacht wenn man Art für Art hält!
Darum auch mein "im Normalfall" - ich bin ja nicht Grundsätzich der Meinung dass es nicht geht!

Liebe Grüße
Thomas

Roman König
29.04.2007, 17:06
Hallo Linda!

Nur nicht aufregen, es sollte sicherlich auch keine Grundsatzdiskussion werden oder sein.

Ich denke dass man jederzeit, und ohne ein schlechtes Gewissen zu haben, Tiere vergesellschaften kann so sie in etwa die gleichen Ansprüche haben und sich nicht gegeseitig jagen oder schaden.

@ Tom : soweit ich mich erinnere hast gerade du einer Anfängerin geraten Laticaudas mit anderen Geckos zu vergesellschaften, ich denke das sagt doch einiges aus.

Lady Froggy
29.04.2007, 17:14
Lieber Thomas,

wer lesen kann oder es tut, ist klar im Vorteil.
Verdammt nochmal, wo habe ich geschrieben, daß ich Tiere kauf, ohne ein Becken zu haben???

Derarte Diskussionen sind wirklich langweilig, wenn Leute immer nur das lesen, was sie lesen wollen.

Weiters und das richtet sich auch an Ingo - ich sagte doch - es darf auf keinen Fall auf Kosten der Tiere passieren.

Die Vergleiche mit der Natur hinken ein wenig.
Dann dürften wir alle keine Tiere in Terrarien halten. Oder leben Schlangen in der Natur auf so kleinem Raum, wie die meisten sie halten?
Ein Kompromiss muß schon da sein, sonst könnten wir alle das Hobby aufgeben.

Es gibt genügend Vergesellschaften mit Laubfröschen und Phelsumen und Anolis, die jahrelang prächtig funktionieren.
Kein verantwortungsvoller Halter - und ich gehe mal davon aus, dass wir das hier sind, wird die Tiere länger als nötig in einem Becken halten, wenn offensichtlich ist, daß es einer Art nicht gut geht.

Vergesellschaftungen sind ein heikles Thema - ich weiß.
Und wenn kein Tier darunter leidet, Herr Gott nochmal, dann soll doch jeder so handeln wie er möchte, oder?

Der eine mag sie nicht, der andre versucht es.
Warum muß sowas immer so pauschal gleich abgelehnt werden und jeder der es versucht als Tierquäler oder verantwortungsloser Halter abgestempelt werden?

Grüsse,
Irina

PS: danke Linda!

GeckoTom
29.04.2007, 18:04
Liebe Irina

ich habe deine Aussage missgedeutet, habe ich ja dann auch gleich geschrieben!! Tut mir leid!

Der Vergleich mit der Natur war auch nur ein "Vergleich" und je weniger zusätzliche Probleme wir einbringen desto besser wird es klappen mit der Haltung!



@ Tom : soweit ich mich erinnere hast gerade du einer Anfängerin geraten Laticaudas mit anderen Geckos zu vergesellschaften, ich denke das sagt doch einiges aus.


Na das sagt einiges aus, da du dich ja nichtmal richtig erinnerst!!

Für alle die es nachlesen wollen hier der Link:

http://www.fischlis.at/forum/showthread.php?t=3325&highlight=laticauda


Ich habe zu Lepidodactylus lugubris geraten und du hast alles ins lächerlicher verkehrt! Da du deine laticaudas nicht halten konntest und die sich gegenseitig zerlegt haben!

***************************************************
Deine Zitate:

Geckos sind in der Regel alle leicht zu halten wenn man sie richtig versorgt, leider sind sehr viele unverträglich und daher am Besten einzeln zu halten. Wir haben derzeit 8 Phelsuma laticauda laticauda und die Terrarien werden auf Grund der Streitereien immer mehr.

Hab mir gedacht Du würdest Dich auskennen(Nick irreführend) aber zu verbreiten daß Gecko's friedlich und zu vergesellschaften sind, damit stehst Du sicherlich alleine mit Deiner Meinung da. 1(Ein !) Phelsuma laticauda schafft es innerhalb 1(einer) Stunde drei ein wenig kleinere Artgenossen zu zerlegen oder gar zu töten daher sind sie auch nur 1/1 zu halten und nicht mal das muß unbedingt funktionieren.
*******************************************************


Zitatende!
Eigentlich hätte ich nicht davon angefangen, da ich die Sache als gegessen angesehen haben und auch wegen der Maria nicht weiter drauf herumreiten wollte! Ausserdem haben mir alle, die mehr im Netz und Foren herumkommen, gesagt dass du in anderen Foren gerne "herumTROLLst"! Ich habe den Begriff damals noch nicht gekannt und war so naiv das ich deine Beiträge als ernsthaft missgedeutet habe!

So, ich möchte eigentlich nicht mehr davon schreiben! Das Thema der damaligen Diskussion war mit der Löschung deines Accounts beendet!

Meine Meinung war damals auch wie heute: Man kann es tun, soll aber gut aufpassen und es ist sicher schwierig! Ich habe gute und schlechte Erfahrungen gemacht!
Liebe Grüße
Thomas

Linda
29.04.2007, 18:09
Nur nicht aufregen, es sollte sicherlich auch keine Grundsatzdiskussion werden oder sein.
Doch, das war's! Und ich reg mich auf wann und worüber ich mag, gell! :evil:

Jetzt hab ich's dir aber gegeben :)

Geh, Roman, du kennst mich doch. Bin ich im Normalfall nicht die Gelassenheit persönlich?

Im Ernst: Gestört hat mich die Formulierung 'im Normalfall'. Aber das haben wir - glaub ich - klären können. Ich ertapp mich auch immer wieder dabei, dass ich so allgemeine Behauptungen aufstell, mit denen in Wahrheit keiner was anfangen kann.

Liebe Grüße
Linda

Enrico Rudolph
29.04.2007, 18:11
Hi

ist schon ein Unterschied ob mann Frösche mit Anolis oder Taggeckos vergesellschaften will ...oder mehere Taggeckos zusammen halten will da gibt es eigentlich immer ärger ...

mein Versuch mit Goldstaub und dubia Taggeckos hat auch nicht funktioniert! die kleineren! Goldstaubgeckos haben die größeren Dubia Terrorisiert! ...
so gab ich die kleinen "Giftzwerge" weg ...

die Dubia das heißt der letzte vertrug sich zu 100% wunderbar mit meinen Laubfröschen ...

ja und nun will ich mir eben Rohlkehranolis wieder ins Terra holen ...

Roman König
29.04.2007, 18:24
@ Tom!

Es wäre nett wenn du dich mit deinen dummen Sprüchen in das von dir verlinkte Forum verabschieden würdest.

@ Rudi!

Wenn Du meinst es klappt, versuchs einfach. Am Platz wirds ja nicht scheitern.

Lady Froggy
29.04.2007, 18:27
Hi,

ist ja kein Problem Tom. Nur ich reagier ein wenig empfindlich darauf, wenn Leute die Posts nicht lesen oder das reininterpretieren, was sie gern dort hätten oder eben nicht hätten.

Jedoch habe ich ein bissi das Gefühl, daß Du hier rumstänkern willst.
Alle Deine letzten Beiträge hören sich an, wie wenn Du allen absprichst, das gut zu machen, was sit tun. Und das nach ein paar Posts.

Ich weiß nicht, worum es damals in dem Streit mit Roman ging. Es interessiert mich auch nicht.
Es ist nur schade, daß ein sehr interessantes Thema durch solche blöden "Ich habe - Du hast" Geschichten total zerstört wird.

Vergesellschaftungen sind immer ein heikles Thema.
Aber wenn man es nicht versucht hat, kann man nicht sagen, daß es klappt oder nicht klappt.
Was bei einem gut geht, kann beim andren völlig in die Hose gehen. Selbst bei einer Person mit dem gleichen Terrarium und den gleichen Tieren kann es auf einmal nicht mehr klappen.

Und ich glaube nicht, daß Enrico, Roman, Linda oder ich oder wer auch immer hier, die Tiere in Gefahr bringt, nur um seinen eigenen Willen durchzusetzen.
Man hat mir auch abgeraten, Fische zu meinen Hyla cinerea zu geben.
Mittlerweile klappt es mehr als prima. Sollte ich jedoch merken, daß ein Tier auf irgendeine Art und Weise zu kurz kommt, dann ist das Projekt eben teilweise oder ganz Geschichte.

Udn so wird es jeder von uns handhaben.
Daher sehe ich nicht, wo das Problem liegt.

Irina

GeckoTom
29.04.2007, 18:43
@ Tom!

Es wäre nett wenn du dich mit deinen dummen Sprüchen in das von dir verlinkte Forum verabschieden würdest.

@Rom!!

Es wäre auch nett wenn du nicht Zitate bringen würdest, falsch und aus dem Zusammenhang gerissen! Es wäre auch nett wenn du deine dummen Sprüche für dich behalten würdest! Möchte eigentlich nicht auch noch in diesem Forum mit dir streiten! :-? :-?

@Linda:

Die Vergesellschaftund die du hast finde ich auch gut! Das habe ich ja schon mehrmals betont!

@Enrico:
Natürlich prügeln sich große und kleine Geckos! Manchmal werdens auch einfach aufgefressen!

Liebe Grüße
Thomas

Enrico Rudolph
29.04.2007, 18:49
[@Enrico:
Natürlich prügeln sich große und kleine Geckos! Manchmal werdens auch einfach aufgefressen!

Liebe Grüße
Thomas

Hi

nur bei mir waren die kleineren GoldstaubTaggeckos die Gewinner! sprich sie haben die DubiaTaggeckos den ganzen Tag gejargt!

GeckoTom
04.05.2007, 23:26
[@Enrico:
Natürlich prügeln sich große und kleine Geckos! Manchmal werdens auch einfach aufgefressen!

Liebe Grüße
Thomas

Hi

nur bei mir waren die kleineren GoldstaubTaggeckos die Gewinner! sprich sie haben die DubiaTaggeckos den ganzen Tag gejargt!


Hi

hab die geeigneten Sparringspartner für deine Kampfgeckos!!! :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

[img=http://img86.imageshack.us/img86/2531/leachiekleinlo1.th.jpg] (http://img86.imageshack.us/my.php?image=leachiekleinlo1.jpg)

Ciliatus
05.05.2007, 00:01
Wow, hier gehts ja ab. :shock: Ich frage mich einfach immer was die grundlegende Intention des "Vergesellschafters" ist? Sprich nach dem Warum? Weils für die Tiere besser ist? Wohl kaum....
Da spielen oft (und ich will deutlich sagen, dass ich das niemandem hier unterstelle) Platzmangel, der Wunsch nach mehr Action im Terrarium und Bequemlichkeit (keine zusätzlichen Becken aufstellen) eine Rolle. Dem Wohl der Tiere dient es wohl in den seltensten Fällen.
Wenn mich die Tiere so interessieren, wieso nicht einfach ein eigenes Becken einrichten? Wozu diese Tierversuche? Reptilien und Amphibien können extrem empfindlich auf Stress reagieren und einfach so den Löffel abgeben, und das ist unnötig.

Es gibt sicherlich ein paar erprobte Vergesellschaftungsformen, die funktionieren, aber auch die sollten meiner Meinung nach erst nach jahrelanger Erfahrung in der Einzelhaltung mit allen "Probanden" ausprobiert werden.

Also stellt euch selbst die Frage wozu Vergesellschaftung? Und wenn die Leute ehrlich zu sich selbst sind wird meist "zum eigenen Vergnügen/Bequemlichkeit" dabei rauskommen.

lg

Ingo

GeckoTom
05.05.2007, 00:03
Hi Ingo

also mein Vorschlag war ja nicht ernst gemeint!!

:)

LG Thomas

Ciliatus
05.05.2007, 00:07
Das war mir durchaus klar Tom :D

Roman König
05.05.2007, 00:09
Hallo Ingo!

Da könnte man aber auch gleich die Frage stellen warum man sich überhaupt exotische Tiere zu Hause hält. Direkte Frage an Dich: Aus welchen Gründen pflegst Du Tiere? Die Vergesellschaftung ist so eine Sache, generell würde ich sie aber nicht als schlecht bezeichnen so sie ohne Schaden anzurichten funktioniert. Was die Beweggründe dafür sind kann man denke ich auch nicht so global sehen genau so wie jemanden dafür zu verurteilen.

Ciliatus
05.05.2007, 00:25
Wir alle pflegen und halten Tiere aus egoistischen Motiven (bis auf Nutztiere, Rettungshunde und dergleichen), was meiner Meinung aber vertretbar ist, solange man versucht ihnen die bestmögliche Pflege angedeihen zu lassen. Womit jedoch die absolut meisten Vergesellschaftungsformen nichts zu tun haben.
Wenn ich hier so Kommentare höre wie, einfach mal ausprobieren, sieht man eh obs klappt oder nicht.... Dann halte ich persönlich dies eindeutig nicht für die bestmögliche Pflege.

Kann mir jemand ein objektives "Pro Vergesellschaftungsargument" liefern, ausser: Weils (angeblich) funktioniert?

Das einzige, und zwar stark umstrittene, Argument das hier zählen könnte, ist die sogenannte Reizarmut im Terrarium. Jedoch hat sich hier wohl noch keiner Gedanken in diese Richtung gemacht, sonst wäre das Schlagwort schon längst gefallen. Bleiben einzig und allein egoistische Motive.

Man hört immer "ich halte die schon so und so lange zusammen und gab nie Probleme" wobei die meisten Leute, die die ach so in Mode gekommenen Reptilien zuhause halten, nicht mal elementare Verhaltensweisen ihrer Pfleglinge korrekt deuten können, aber gleich mit Vergesellschaftung und Zimmerhaltung anfangen wollen. Frei nach dem Motto: "the more the merrier"

Und dies sehe ich als generell negativ an.

lg

Ingo

Klemens
05.05.2007, 00:45
Da könnte man aber auch gleich die Frage stellen warum man sich überhaupt exotische Tiere zu Hause hält.

Weil die Haltung von niederen Wirbeltieren aus der Heimat verboten ist. :oops2:

Kann mir jemand ein objektives "Pro Vergesellschaftungsargument" liefern
Vielleicht, weil man ein vielfältig belebtes Biotop geniessen will. Warum auch nicht. (das hast Du ja angedeutet)

Ciliatus, es ist IMMER zu unserem Nutzen. Und eine vernünftige Vergesellschaftung ist sicher unverhältnismässig weniger stressig für die Tiere, als die menschliche Nähe für die Tiere. Also ich (Säugetier) stresse meine Tiere durch mein dasein sicher mehr als eine ausgewählte Vergesellschaftung zw. Reptilien und Amphibien.

Ich stimme Dir eindeutig! zu, dass ein "the more the merrier" - deutlicher: "Je mehr auf weniger Platz, desto glücklicher" der total falsche Weg ist. Nur konnte ich das bei den Vergesellschafter-Befürwortern, die sich hier beteiligen absolut nicht orten. Die konkreten Personen machen sich schon Gedanken, was sie so treiben ...

(und das von mir Vergesellschaftungsgegner :roll: )

lg
Klemens

Lady Froggy
05.05.2007, 02:47
Grüß Euch,

danke Klemens, für Deine ach so wahren Worte.

Ich kann nicht sofort Feuer schreien, nur weil jemand eine Kerze anzündet.
Keiner von uns (und wir hier in diesem Thread, die auch positiv darüber gesprochen haben) sind grundsätzlich für Vergesellschaftungen.

Ich kann nur von mir ausgehen - man kann weder grundsätzlich dafür noch grundsätzlich dagegen sein.
Zuviele Faktoren spielen da eine Rolle.

Nur ich mag es nicht - von jemanden der mich nicht kennt - als Tierquäler oder veantwortungsloser Halter beitelt zu werden - wenn auch nur durch die Blume, nur weil ich sage, daß es durchaus klappen kann und wenn die Tiere nicht darunter leiden, kein Problem darin sehe.
Und vorallem hat hier niemand gesagt "probiers halt einfach mal, wirst eh sehen ob es klappt oder nicht".
Nicht in diesem Kontext.

Man muß schon das Rundherum lesen und auch die Leute kennen bzw. sehen, wie lange sie schon erfolgreich Tiere pflegen/halten.

Wenn heute jemand in meinem Forum schreibt - "ich hab da noch ein Becken stehen - tät da gern Frösche und Geckos reintun" - dann werde ich garantiert davon abraten.

Kann mir jemand ein objektives "Pro Vergesellschaftungsargument" liefern, ausser: Weils (angeblich) funktioniert?

Ich denke, Klemens hat das sehr gut forumliert.

Du sagst : "wir pflegen und halten Tiere aus egoistischen Motiven" - dann dürften wir theoretisch überhaupt keine Tiere halten...

Man hört immer "ich halte die schon so und so lange zusammen und gab nie Probleme" wobei die meisten Leute, die die ach so in Mode gekommenen Reptilien zuhause halten, nicht mal elementare Verhaltensweisen ihrer Pfleglinge korrekt deuten können, aber gleich mit Vergesellschaftung und Zimmerhaltung anfangen wollen. Frei nach dem Motto: "the more the merrier"

Wenn es klappt und gut funktioniert - das Becken und Haltungsbedingungen für alle passen, sehen ich nicht wirlklich , wo das Problem liegt.

Nur solltest vielleicht nicht die Leute, die keine Ahung haben (wollen) und nur die Tiere als Aufwertung ihrer kleinen Persönlichkeit halten (solls ja mit Hunden auch geben), im Kontext mit Haltern schreiben, bei denen Vergesellschaftungen jahrelang funktionieren.
Könnte leicht mißverstanden werden.

Wie gesagt, es gibt kein Patentrezept - genauso wie es kein striktes dafür und dagegeben gibt. Jeder Halter/räuml Gegegebenheiten/Erfahrung und letztendlich die Tiere sind anders.

Lieben Gruß,
Irina

Ciliatus
05.05.2007, 09:45
Vielleicht, weil man ein vielfältig belebtes Biotop geniessen will. Warum auch nicht. (das hast Du ja angedeutet)

Da haben sich schon ganz andere die Zähne dran ausgebissen, siehe Projekt Biosphere. Auf den kleinen Räumen auf denen wir unsere Tiere halten, ist kein richtiges Biotop möglich. Geschweige denn, dass wir sowas überhaupt wollen, denn zu einem richtigen Biotop gehören auch Dinge wie Predationsdruck, Parasiten, Kommentkämpfe und dergleichen... Zudem gehört etwas mehr dazu, als ein paar Tiere aus komplett unterschiedlichen Regionen in nen Glaskasten zu sperren.

Ciliatus, es ist IMMER zu unserem Nutzen. Und eine vernünftige Vergesellschaftung ist sicher unverhältnismässig weniger stressig für die Tiere, als die menschliche Nähe für die Tiere. Also ich (Säugetier) stresse meine Tiere durch mein dasein sicher mehr als eine ausgewählte Vergesellschaftung zw. Reptilien und Amphibien.

Woher willst du wissen, welchen Stresslevel die vergesellschafteten Tiere haben? Dies liesse sich nur durch Blutanalysen bewerkstelligen? Nur weil man die Tiere noch mit anderen vergesellschaftet, ist der Mensch (laut deinen Aussagen der grösste Stressfaktor) noch immer da. Also wird der Stresslevel nur erhöht.



Ich kann nur von mir ausgehen - man kann weder grundsätzlich dafür noch grundsätzlich dagegen sein.

Doch kann man...



Zuviele Faktoren spielen da eine Rolle.

Genau aus diesem Grund.


Nur ich mag es nicht - von jemanden der mich nicht kennt - als Tierquäler oder veantwortungsloser Halter beitelt zu werden - wenn auch nur durch die Blume, nur weil ich sage, daß es durchaus klappen kann und wenn die Tiere nicht darunter leiden, kein Problem darin sehe.

Du bist aber wirklich schnell auf der Palme oder? Ich versuche eine sachliche Argumentation zu führen und habe hier niemanden im speziellen angesprochen. Wie stellst du fest, ob die Tiere darunter leiden? Dies ist je nach Art mitunter extrem schwierig festzustellen. Daher wieder meine Frage, wozu riskieren und nicht einfach getrennt halten?


Und vorallem hat hier niemand gesagt "probiers halt einfach mal, wirst eh sehen ob es klappt oder nicht".
Nicht in diesem Kontext.

Du hast geschrieben: "Aber wenn man es nicht versucht hat, kann man nicht sagen, daß es klappt oder nicht klappt."

Was für mich sinngemäss eben so klingt. Nach herumprobieren auf Kosten der Tiere.


Wenn heute jemand in meinem Forum schreibt - "ich hab da noch ein Becken stehen - tät da gern Frösche und Geckos reintun" - dann werde ich garantiert davon abraten.

Gut, und der nächste Neuling kommt durch Google zufällig auf die Seite, hat keinen blassen Tau von Anolis und Laubfröschen, liest hier dass das funktioniert, und beschliesst dies selbst zu tun? Super....


Du sagst : "wir pflegen und halten Tiere aus egoistischen Motiven" - dann dürften wir theoretisch überhaupt keine Tiere halten...

Ich hab aber auch geschrieben, dass ich es für vertretbar halte, solange man ihnen die bestmögliche Pflege zukommen lässt. Und dazu zähle ich garantiert nicht irgendwelche Zusammenstellungsexperimente.


Wenn es klappt und gut funktioniert - das Becken und Haltungsbedingungen für alle passen, sehen ich nicht wirlklich , wo das Problem liegt.

Nochmal, woran erkennst du, dass es gut funktioniert und es den Tieren nichts ausmacht?

Und ich habe noch immer kein objektives Pro Argument gehört.

lg

Ingo

Enrico Rudolph
05.05.2007, 10:04
Zudem gehört etwas mehr dazu, als ein paar Tiere aus komplett unterschiedlichen Regionen in nen Glaskasten zu sperren.


Hi @ll

Rotkehlanolis ! (und nicht irgend welche Anolis) und Carolina-Laubfrösche haben die selbe! Heimat! ...nehmlich Carolina(Nord & Süd) und Georgia in den USA ..darüber hinaus sind sie teilweiße noch in angrenzende Gebiete vorallen Florida zufinden ...

zusetzlich ist der Rotkehlanolis ein Kulturfolger hat also den Mensch ausgenutzt um zusetzliche Gebiete zuerobern so das er mittlerweile sich in den Subtropen der Karibick sich breit gemacht ...

somit sich die Ansprüche an Temperatur ...Winterruhe ...Luftfeuchte etc ohne weiteres Vergleichbar ... auch Futter ist das selbe! (vorallen Fliegen & kleine Motten etc.) ...
einziger wirklicher Unterschied ist das die Frösche zur Paarung ein Wasserteil benötigen ... die Rotkehlanolis nicht da sie ihre Eier im Bodengrund vergraben ...

Ciliatus
05.05.2007, 10:27
Ich meinte auch nicht diese Vergesellschaftung damit.

GeckoTom
05.05.2007, 10:36
Hi Ingo

so krass würde ich es nicht sehen!
Ich bin auch kein Befürworter, und Biotopähnliches kann mna zB nur in einem Riffaquarium haben, aber unter der richtigen Tierwahl, der nötigen Erfahrung und genug Beobachtung sollte es keine Probleme geben!

Wie gesagt, die richtige Tierauswahl im Punkt Lebensraumeinnischung, nur weil sie in der Natur am selben Ort leben müssens nicht zusammenpassen!

Bodenbewohner-Wandbewohner-Baumdachbewohner-.... So finde ich die kombination der Vergesellschaftung brauchbar

Dass es einen Vorteil für die Tiere bringt glaube ich auch nicht aber es belebt das Terrarium auf verschiedene "Art" :-| :-| (mir ist kein anderes Wort eingefallen)

Liebe Grüße und keep cool :)


Thomas

Enrico Rudolph
05.05.2007, 10:36
Ich meinte auch nicht diese Vergesellschaftung damit.

Hi

:?: :?: :?: :?:

also aber genau UM DIESE Vergesellschaftung geht es mir hier in diesen Thema!

Hi @ll

ich habe ja bekanntermaßen die Carolina-Laubfrösche im Terra sitzen ...

nun dachte ich mir als weitere Tierart mir wieder Rotkehlanolis dazu zuholen (damit hatte ich seiner Zeit mit Terraristik angefangen) ...

warum Rotkehlanolis ?? naja sie stammen ursprünglich auch aus Carolina sprich sie stellen im großen und ganzen die selben Ansprüche ...

Ciliatus
05.05.2007, 10:46
:?: :?: :?: :?:

also aber genau UM DIESE Vergesellschaftung geht es mir hier in diesen Thema!


Mittlerweile ging es schon lang und breit um Vergesellschaftungen im Allgemeinen.

@Tom
Ich persönlich sehe das so eng, und bin damit garantiert nicht allein. Es gibt durchaus Varianten die klappen können, aber selbst diese sollten meiner Meinung nach langjährigen Pflegern dieser Tiere vorbehalten sein. Ich glaube viele Leute sehen das (auch hier) viel zu locker.


Wie gesagt, die richtige Tierauswahl im Punkt Lebensraumeinnischung, nur weil sie in der Natur am selben Ort leben müssens nicht zusammenpassen!

Stimmt! aber hier ist das Wort Biotop gefallen, welches dann aber absolut nicht passt.

lg

Ingo

PS: mir fehlt noch immer ein objektives (uneigennütziges) Pro

Roman König
05.05.2007, 12:19
Hallo!

Generell bin ich gegen alle Versuche welche den Tieren schaden könnte, eine Vergesellschaftung schließt das aber noch lange nicht aus. Ich denke dass die Praxis zeigte wie und was man vergesellschaften kann und vielleicht sogar sollte. (wir haben Drosos,weiße Asseln und einiges an Kleinvieh mit den Geckos vergesellschaftet und das funktioniert) :-P

@ Ingo: Allein schon deine zitierte „Reizarmut“ würde schon ausreichen um es zu rechtfertigen. Von der Haltung und Betreuung wird immer von bestmöglich gesprochen, tun wir das aber auch? Reicht es die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu bestimmen und zu überwachen? Ich denke nicht und vor Allem sind die Terrarien in der Regel absolut zu klein und entsprechen mit Sicherheit nicht den Ansprüchen der Tiere. Wenn ich mir so den Aktionsradius eines Geckos ansehe kann ich nur sagen, arme eingesperrte Geckos!
:-k

Ciliatus
05.05.2007, 13:00
Generell bin ich gegen alle Versuche welche den Tieren schaden könnte, eine Vergesellschaftung schließt das aber noch lange nicht aus. Ich denke dass die Praxis zeigte wie und was man vergesellschaften kann und vielleicht sogar sollte. (wir haben Drosos,weiße Asseln und einiges an Kleinvieh mit den Geckos vergesellschaftet und das funktioniert) :-P

Stimmt, die Vergesellschaftung von Teppichpython und Ratte soll auch prima funktionieren... zumindest für ein paar Minuten ;)


@ Ingo: Allein schon deine zitierte „Reizarmut“ würde schon ausreichen um es zu rechtfertigen. Von der Haltung und Betreuung wird immer von bestmöglich gesprochen, tun wir das aber auch? Reicht es die Temperatur und Luftfeuchtigkeit zu bestimmen und zu überwachen? Ich denke nicht und vor Allem sind die Terrarien in der Regel absolut zu klein und entsprechen mit Sicherheit nicht den Ansprüchen der Tiere. Wenn ich mir so den Aktionsradius eines Geckos ansehe kann ich nur sagen, arme eingesperrte Geckos!
:-k

Wobei noch nicht belegt ist, ob Reptilien soetwas wie "Langeweile" überhaupt empfinden können. Viele Schlangen (zb P. regius) wären in der Natur überaus zufrieden, wenn sie einfach in ihrem Termitenbau bleiben könnten, nur den Kopf rausstrecken müssten, und Futter einfach von selbst vorbei kommen würde. Noch das eine oder andere mal paaren und voila, ein happy happy Reptil. Und das alles könnte sich ein Leben lang auf extrem kleinem Raum abspielen und sie würden das kleine Paradies nie verlassen.
Gefühle wie Glück oder unglücklich sein, sowie viele andere werden, soweit bisher bekannt in bestimmten Regionen des menschlichen Gehirns entwickelt, die bei Reptilien nicht annähernd so ausgeprägt sind wie bei uns.
Daher ist es fraglich, ob sie überhaupt soetwas wie "Action" im Terrarium wollen.
Die Grösse des Terrariums (solange sie ein gewisses Mindestmass nicht unterschreitet) spielt auch meist eher eine untergeordnete Rolle für das "Wohlbefinden" des Reptils, im Gegensatz zur passenden Einrichtung und Klima.

"Arme eingesperrte Geckos" ist daher eher eine Vermenschlichung und wird mitnichten dadurch gebessert, indem man noch ein paar "Spielgefährten" dazupfercht. Im übrigen sollten Gesellschaftsbecken die Grösse der für Einzelhaltung nötigen Becken um ein vielfaches übersteigen.

lg

Ingo

Enrico Rudolph
05.05.2007, 13:17
Hi

mann kann den notwendigen Aktionsradius in der Natur ...NICHT mit den notwendigen Platz im Terra vergleichen!

warum ?

ganz einfach die Nahrungsdichte! sie alleine bestimmt die notwendige größe von Revieren in der Natur! um sogrößer die Nahrungsdichte um so kleinere Reviere benötigen die Tiere ...

und im Terra herscht eigentlich Nahrungsüberfluß! <<das kann zB ein Grund für Vergesellschaftung von Tag & Dämmerungsaktiventieren sein (die sich selbst gegenseitig NICHT im Beutespecktrum haben und somit auch sich NICHT als Feinde sehen)... Futtertiere vorallen Insekten werden besser genutzt ...

Ciliatus
05.05.2007, 13:20
Naja das Platzbedürfnis wird nicht nur durch das Futterangebot bestimmt, wenn es auch ein wichtiger Faktor ist. Genügend Reptilien zeigen auch artfremden Tieren gegenüber ein ausgeprägtes Revierverhalten. Revierverhalten muss nicht nur innerartlich sein.

Linda
05.05.2007, 13:23
Und wenn die Leute ehrlich zu sich selbst sind wird meist "zum eigenen Vergnügen/Bequemlichkeit" dabei rauskommen.

Hallo Ingo,

also ich möchte mein Terrarium nicht bloß als Aufbewahrungsbehälter für Tiere sehen, sondern als Lebensraum für verschiedene Organismen, der zumindest ähnlich wie in der Natur funktioniert.

Ich freu mich, wenn der Boden lebt und die darin vorkommenden Pilze, Asseln, Springschwänze und Würmer das Laub und sonstigen Abfall verwerten. Da sich diese Lebewesen entsprechend vermehren brauch ich andere, die sich von ihnen ernähren. Die großen Phelsumen tun das nämlich nicht. Also hab ich es mit den Zwergkröten versucht, auch wenn ich mit denen speziell keine Erfahrung hatte. Ich hab mich beim Händler über die Haltungsansprüche informiert und in der Literatur nachgeschaut, ob Ph. madagascariensis Frösche frisst. Das ist nicht der Fall (kann ich nach mittlererweile 3 Jahren Erfahrung auch bestätigen), und deshalb habe ich keinen Grund gefunden, diese Arten nicht gemeinsam zu halten.

Natürlich ist Platzmangel kein gutes Motiv für Vergesellschaftung, und du hast ja auch nicht unterstellt, dass das immer dahinter steht, gell ... :)

Liebe Grüße
Linda

Roman König
05.05.2007, 13:46
Hi

mann kann den notwendigen Aktionsradius in der Natur ...NICHT mit den notwendigen Platz im Terra vergleichen!

warum ?

ganz einfach die Nahrungsdichte! sie alleine bestimmt die notwendige größe von Revieren in der Natur! um sogrößer die Nahrungsdichte um so kleinere Reviere benötigen die Tiere ...

und im Terra herscht eigentlich Nahrungsüberfluß! <<das kann zB ein Grund für Vergesellschaftung von Tag & Dämmerungsaktiventieren sein (die sich selbst gegenseitig NICHT im Beutespecktrum haben und somit auch sich NICHT als Feinde sehen)... Futtertiere vorallen Insekten werden besser genutzt ...

Hallo!

Sicherlich nicht bei den Geckos, die kannst mit Futter überhäufen und trotzdem wandern sie durch das ganze Haus.

@ Ingo: Glück ist relativ, der eine ist möglicherweise "glücklich" weil er sich um nix kümmern braucht ausser fressen, der Andere vielleicht aber nicht. Nur, wer gibt dir die Gewissheit ob und wann sie "glücklich" sind? Allein schon die Fütterung kann doch nicht so ideal sein, in der Natur ist der Tisch nicht immer so reichlich gedeckt, von der Konkurrenz ganz zu schweigen.

Ciliatus
05.05.2007, 13:55
Sicherlich nicht bei den Geckos, die kannst mit Futter überhäufen und trotzdem wandern sie durch das ganze Haus.

Gecko ist nicht gleich Gecko, das darfst du dabei nicht vergessen. Ich weis von freilaufenden Geckos, die sich nicht mal hinter einem bestimmten Terrarium weg bewegen. Vielleicht haben die Geckos von denen du sprichst einfach noch nicht die optimalen Verhältnisse gefunden?

@ Ingo: Glück ist relativ, der eine ist möglicherweise "glücklich" weil er sich um nix kümmern braucht ausser fressen, der Andere vielleicht aber nicht. Nur, wer gibt dir die Gewissheit ob und wann sie "glücklich" sind? Allein schon die Fütterung kann doch nicht so ideal sein, in der Natur ist der Tisch nicht immer so reichlich gedeckt, von der Konkurrenz ganz zu schweigen.

Eben, man kann sich nicht sicher sein, dies ist auch der Grund warum ich im Zweifelsfall gegen Vergesellschaftung bin. ;-)

Grüsse

Ingo

GeckoTom
05.05.2007, 14:19
Sicherlich nicht bei den Geckos, die kannst mit Futter überhäufen und trotzdem wandern sie durch das ganze Haus.

Gecko ist nicht gleich Gecko, das darfst du dabei nicht vergessen. Ich weis von freilaufenden Geckos, die sich nicht mal hinter einem bestimmten Terrarium weg bewegen. Vielleicht haben die Geckos von denen du sprichst einfach noch nicht die optimalen Verhältnisse gefunden?



Freihaltung ist ein eigenes Problem, das klappt, ausser in einem Wintergarten oder einem Terrarien/Aquarienzimmer mit der nötigen Angebot an Sonnenplätzen und Versteckmöglichkeiten, kaum!

Liebe Grüße
Thomas

Roman König
05.05.2007, 14:21
und warum nicht?

Lady Froggy
05.05.2007, 14:26
Grüß Euch,

heiße Diskussion. Wird auch so kein Ende oder Einigekeit finden, davon bin ich überzeugt...
Was aber auch nicht zwingend notwendig ist.

Du bist aber wirklich schnell auf der Palme oder?

Naja, eigentlich nicht - mag sich vielleicht ein wenig böse angehört haben. Ich hab es mir eh danach gedacht. Da stand es aber schon so da... egal.
Schau mir geht es genau um den selben Grund, den Du ein Stücki weiter unten geschrieben hast...

Gut, und der nächste Neuling kommt durch Google zufällig auf die Seite, hat keinen blassen Tau von Anolis und Laubfröschen, liest hier dass das funktioniert, und beschliesst dies selbst zu tun? Super....

Genau aus so einem Grund wollte ich das nicht so stehen lassen.
Und nein - es klingt und heisst nicht so "herumprobieren auf KOsten der Tiere" und deshalb ist der Zustand eingetreten, den Du mit der Palme betitelst. Denn ich lasse mir eben nicht gerne nachsagen, ich würde irgendwas auf Kosten der Tiere machen... (was ich eh gar nicht mache)...

Das von Dir angesprochene Phänomen oder Problem wird sich nur auch nicht durch diese strikten Gegenmeldungen lösen lassen.
Denn Leute, die ohne Ahung von der Haltung irgendwelcher Terrarientiere sofort alles zusammensetzen, denen ist sowieso nicht zu helfen.
Sag einem kleinen Kind im Zuckerlgeschäft, welches Du dort einsperrst, es darf keine Zuckerln essen ....

Nochmal, es geht hier niemanden darum, ein Becken zu sparen.
Ich denke wir alle haben mehr als genug davon.

Woran man es erkennt, daß Tiere Stress haben?
Ich denke, wenn man seine Tiere beobachtet und kennt, weiß man doch ob was nicht stimmt.
Gerade Anuren z.B. sind sehr empfindliche Tiere, die nicht nur auf Veränderungen reagieren können, sondern auf Stress und eben auch auf das was Klemens sagte, den Menschen!!

Auch ging es hier in diesem spziellen Thread ja auch nicht darum, irgendwelche Tiere irgendwie zusammenzuwürfeln und wie Du es nennst, in viel zu kleinen Becken.

Ich denke, jeder einzelne hier, der das befürwortet (eben nicht immer, aber in ganz speziellen Fällen - das ist nämlich ein Haushoher Unterschied), will nur Gutes für seine Tiere und wird die Becken bestmöglich und größtmöglich einrichten.

Mit der Natur kann man das soweiso nicht vergleichen.
Terrarien können immer nur ein Kompromiss sein.

Wie GeckoTom richtig sagte - es bringt den Tieren sicher keinen besonderen Vorteil - aber wenn es ihnen nicht schadet, wo bitte ist das Problem. Es muß ja keiner machen, wenn er es nicht mag.

Ich persönlich sehe das so eng, und bin damit garantiert nicht allein. Es gibt durchaus Varianten die klappen können, aber selbst diese sollten meiner Meinung nach langjährigen Pflegern dieser Tiere vorbehalten sein. Ich glaube viele Leute sehen das (auch hier) viel zu locker.

Das mag schon sein, daß Du damit nicht allein bist. Grundsätzlich - einfach somal ist es auch sicher abzulehnen. Aber man muß eben auch utnerscheiden, genau das was ich vorher schon sagte.
Was glaubst Du, daß die meisten hier die Tiere erst seit gestern halten? Wenn sie sich keine Gedanken darüber machen würden, täten sie es einfach und würden nicht pro und contra abwiegen.

"Arme eingesperrte Geckos" ist daher eher eine Vermenschlichung und wird mitnichten dadurch gebessert, indem man noch ein paar "Spielgefährten" dazupfercht. Im übrigen sollten Gesellschaftsbecken die Grösse der für Einzelhaltung nötigen Becken um ein vielfaches übersteigen.

Natürlich ist es menschlich - ein Gecko hätte sich sicher kein Leben im Terrarium ausgesucht.
Hier geht es doch nicht darum, "Spielgefährten" dazuzupferchen - und ich glaube Enrico und allen andren ist sherwohl klar, daß es nicht darum geht, daß die Froschis wen zum spielen haben.

Warum kommst Du uns dauernd mit zu kleinen Becken? ich denke, daß das doch die Grundvorraussetzung ist, ein größtmögliches Becken - auch für Artbecken!

Mir ging es nur darum, daß Du ingo, nicht alle hier mit den Leuten vergleichen sollst (kommt aber durch deine Posts rüber), die verantwortungslos, zehn verschiedene Tiere in ein viel zu kleines Becken stecken und sowieso erst gestern damit begonnen haben und sowieso keine Ahung von ihren gepflegten Tieren haben und es ihnen auch völlig egal ist, ob es ihnen gut geht. Und ja, da reagiere ich ein bissi empfindlich.

Einen schönes Wochenende.
Irina

Ciliatus
05.05.2007, 14:49
Ich habe hier niemandem unterstellt, einen Haufen Tiere in zu kleine Becken zu pferchen. Das will ich mal klarstellen. Ich habe lediglich gesagt, dass Vergesellschaftungsbecken um ein vielfaches grösser sein müssen als Artenbecken, oder bist du da anderer Meinung?
Ebenso ist der Lieblingsleitsatz vieler "Je grösser, desto besser", nur bedingt richtig und bei weitem nicht für alle Reptilien gültig. Viel wichtiger ist die richtige Strukturierung und das Klima. Viele Reptilien haben in der Natur ein sehr begrenztes "zuhause". Stichwort: Microhabitat

Was das Know How der hier vertretenen Halter anbelangt, so will ich mir kein Urteil anmassen. Aber es wurden zb verschiedene Arten von Phelsumen zusammen gehalten? Wobei bei Phelsumen häufig schon eine innerartliche Vergesellschaftung von Männchen und Weibchen problematisch sein kann.... Es mag eine "Jugendsünde" sein, aber genau das verstehe ich unter wahllosem herumprobieren. Und man darf nicht vergessen, dass wir hier nicht im privaten Wohnzimmer plaudern, sondern andere, eventuell weniger erfahrene Leute mitlesen, und genau darum bin ich hier die Gegenstimme. Denn gerade Anfänger der Terraristik fragen mich immer wieder womit er nun dieses oder jenes Reptil gemeinsam halten kann. Beweggrund: das Terrarium ist sonst so leer, oder langweilig, oder sie wollen kein zusätzliches Becken. Und obs euch gefällt oder nicht, das sind die Hauptbeweggründe der meisten Vergesellschafter.

Was das erkennen von Stress angeht, genau das ist es eben. Nur der erfahrene Halter erkennt ob mit den Tieren alles in Ordnung ist und ob sie sich normal verhalten. Wie sieht jedoch die Vergesellschaftung in der Regel aus? Ok, man hält vielleicht schon einige Zeit eine gewisse Art, und will eine neue dazu, die dann eben in das gleiche Becken dazu kommt. Die wenigsten halten beide Tiere erst lange getrennt, und führen sie dann erst zusammen. Klar was ich meine? Somit können diese Leute gar nicht beurteilen, wie sich die Tiere normal verhalten würden.

Spinnen wir die Geschichte mal weiter? Wie sieht es mit der natürlichen Darmflora von Tieren aus? Schildkröten haben meist keinerlei Probelme mit gewissen Amöben die bei ihnen im Verdauungstrakt vorkommen, andere Reptilien sterben daran.

Soll heissen, es kann zu so vielen unvorhersehbaren Komplikationen kommen, dass in der Regel Artbecken die weitaus vernünftigere Variante sind. Es lässt sich eben nicht so einfach feststellen, ob es ihnen schadet.

Nochmal, bitte ein objektives Pro Argument für Vergesellschaftungen?

Grüsse

Ingo

Lady Froggy
05.05.2007, 15:13
Servus Ingo,

Linda hat ein sehr gutes Argument geschrieben in ihrem Post.
Da schließe ich mich an. Auch für mich ist ein Terrarium nicht bloß ein Glaskasten in dem ich meine Tiere halte.

Ich bin sehr bedacht darauf, daß sich in allen Becken ein Microklima entwickelt.
Auch ich halte z.B. Bodeninsekten drinnen, die sich um die Abfallbeseitigung kümmern.
Weiters schaue ich natürlich sehr darauf, daß das Klima und die Haltungsbestimmungen, die jedes Tier benötigt, so gut wie möglich zu gewährleisten. Dies benötigt alles aber sehr viel Zeit und vorallem Beobachtungsgabe.

Ich habe lediglich gesagt, dass Vergesellschaftungsbecken um ein vielfaches grösser sein müssen als Artenbecken, oder bist du da anderer Meinung?
Jepp, hast auch gesagt - ich hab auch nix andres gesagt ;-)

Ebenso ist der Lieblingsleitsatz vieler "Je grösser, desto besser", nur bedingt richtig und bei weitem nicht für alle Reptilien gültig. Viel wichtiger ist die richtige Strukturierung und das Klima. Viele Reptilien haben in der Natur ein sehr begrenztes "zuhause". Stichwort: Microhabitat

Das habe ich nicht gesagt - je größer, desto besser. Ich sagte, das größtmögliche (sprich - genau das was Du hier gesagt hast).

Was das Know How der hier vertretenen Halter anbelangt, so will ich mir kein Urteil anmassen. Aber es wurden zb verschiedene Arten von Phelsumen zusammen gehalten? Wobei bei Phelsumen häufig schon eine innerartliche Vergesellschaftung von Männchen und Weibchen problematisch sein kann....

Abgesehen davon, daß ich mich mit Phelsumen nicht auskenne. Es ging ja ursprünglich mal um Hyla cineresa und Rotkehlanolis.

Aber ich sagte ja, es ist sehr wichtig zu unterscheiden, wer/was vergesellschaften will.


Denn gerade Anfänger der Terraristik fragen mich immer wieder womit er nun dieses oder jenes Reptil gemeinsam halten kann. Beweggrund: das Terrarium ist sonst so leer, oder langweilig, oder sie wollen kein zusätzliches Becken. Und obs euch gefällt oder nicht, das sind die Hauptbeweggründe der meisten Vergesellschafter.

Ja ich weiß. Genau diese Leute habe ich ja von der Vergesellschaftung mal ausgenommen.
Nur wirst Du vielen von ihnen hundertmal erklären können, daß sie das nicht tun sollen, sie werden es trotzdem tun - weil es eben so fad oder leer ist. Vielleicht sollten sich manche eben besser vorher über ihre Tiere erkundigen und nicht nachher feststellen, daß das eben kein Schmusetier ist und nicht den ganzen langen Tag männchen vor der Scheibe für uns macht.

Aber hier haben wir ja nicht ein paar Neulinge, die gerade ihr erstes Tier halten und weil das Becken soooo leer ist, eben noch ein andres Tier reinsetzen wollen.
Das wollte ich Dir die ganze Zeit vermitteln. Ging wohl irgendwie schief.

Natürlich sollte man die Tiere zuerst einmal kennen. Um sie Bescheid wissen. Und nicht nur um die Art, sondern die Tiere um die es geht.

Natürlich KANN es Komplikationen geben. Die kann es aber so auch geben. Wir brauchen nur die Probleme von einem Becken zum andren transportieren oder durch die Raumluft weiterleiten. ETC

Lieben Gruß,
Irina

GeckoTom
05.05.2007, 15:51
Was das Know How der hier vertretenen Halter anbelangt, so will ich mir kein Urteil anmassen.


:shock: :shock: :shock:



Die Linda hat mich auf das "normalerweise/grundsätzliche" hingewiesen!

"Normalerweise" und "Grundsätzlich" kann man diese Frage nicht beantworten!

Ich kenne Leute die manche Arten vergesellschaften und das seit Jahrzehnten! Mit super Erfolgen! Was willst für ein "Proargument"? In der Terraristik ist es nicht wie im Meerwasser wo ein Anemonenfisch eine Anemone haben MUSS! Drum gibt es auch kein "Proargument"

Wenn man einiges Dinge beachtet und sehr vorsichtig ist und ..... dann spicht nichts dagegen es zu "versuchen" das macht man ja mit manchen Tieren auch zB um "passende" Paare zu finden!

Wie gesagt mit der notwendigen Vorsicht :) :)

Liebe Grüße
Thomas

Ciliatus
05.05.2007, 15:54
Was das Know How der hier vertretenen Halter anbelangt, so will ich mir kein Urteil anmassen.


:shock: :shock: :shock:

:?: :?: :?:

Wieso? War das böse? :-|

GeckoTom
05.05.2007, 16:02
Was das Know How der hier vertretenen Halter anbelangt, so will ich mir kein Urteil anmassen.


:shock: :shock: :shock:

:?: :?: :?:

Wieso? War das böse? :-|

Naja, eher schon!?

Ciliatus
05.05.2007, 16:07
Hmmm, sag ja ich masse mir kein Urteil an. Ist doch nix böses? ;-)

GeckoTom
05.05.2007, 16:11
Naja, es impliziert halt was anderes, ist so "........ sind ja auch Menschen!"

Das impliziert dass es doch nicht so ganz sicher ist! Sind aber eher Formulierungsfeinheiten! :)

Ciliatus
05.05.2007, 16:21
Ich wurde gefragt ob ich glaube dass die Forumsmitglieder keine Ahnung haben, und ich hab geschrieben, dass ich mir darüber kein Urteil anmasse.... Verstehe nicht wie man das missverstehen kann. Aber egal...

GeckoTom
05.05.2007, 16:28
Ich wurde gefragt ob ich glaube dass die Forumsmitglieder keine Ahnung haben, und ich hab geschrieben, dass ich mir darüber kein Urteil anmasse.... Verstehe nicht wie man das missverstehen kann. Aber egal...

Naja, ich hätte gesagt: Nicht alle haben die nötige Erfahrung, oder Ahnung! 8-) 8-) :roll: :roll: (:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:)

Lady Froggy
05.05.2007, 19:14
Grüß Euch,

danke Tom, Du hast das mit weniger Worten als ich geschafft....

"Normalerweise" und "Grundsätzlich" kann man diese Frage nicht beantworten!

Rest zitier ich nicht, steht eh drei Posts weiter unten.
Genau, das habe ich gemeint!

Aber egal, sollten wir nicht wieder zum Ausgangsthema zurückkommen und nicht hier ne Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen über eine mögliche Möglichkeit, die möglicher Weise möglich sein könnte?

Wie gehts übrigens Deinem Vorhaben Enrico?
Jetzt haben wir Dir deinen schönen und sehr interessanten Thread total durcheinandergebracht.

Lieben Gruß,
Irina

Lady Froggy
04.08.2007, 17:58
Hey Ihr,

Enrico, ich glaub, ich habe da was für Dich!
Ich weiß nicht, ob Du die Geschichte meiner Rotaugenlaubfrösche gelesen hast hier im Forum.

Ich habe mir fünf Rotaugen gekauft, bei denen schon seit einigen Jahren angeblich 4, dann waren es nur mehr 3 Rotkehlanolis leben.
Da ich meine Becken jetzt sowieso umbauen möchte, die Anolis nicht bei den Rotaugen lassen möchte, kommen sie sowieso in ein neues Becken. Momentan leben sie aber noch zusammen.

Vor habe ich, daß ich sie mit meinen Hyla cinerea vergesellschafte. Mit den Rotaugen klappt das ausgesprochen gut, muß ich sagen. Zu meiner Verwunderung.

Wie es allerdings mit den weitaus lebhafteren Amis aussieht, weiß ich noch nicht. Wobei mit Hyla cinerea gibt es ja schon zahlreiche Erfahrungsberichte, daß es geklappt hat.
Die etwas außergewöhnliche Zusammenstellung von Rotaugen/Anolis hatte ich bis dahin noch nicht gesehen.
Obwohl es klappt, möchte ich sie wahrscheinlich nicht zusammen lassen.

Die Rotaugen interessiert es überhaupt nicht, wenn die Anolis rumhopsen. Selbst als einmal einer auf einem Frosch saß, hat der nichtmal irgendwie reagiert. Umgekehrt rühren die Anolis auch kein Auge, wenn die Frösche in der Nacht ihre doch langsameren Runden drehen.

Lieben Gruß,
Irina

PS: Fotos kann ich gern beisteuern.

Lady Froggy
09.08.2007, 20:41
Hi,

achja, hab da noch ein herziges Foto gefunden. Obwohl ich das erst einmal entdeckt habe und auch den Frosch überhaupt nicht "erreicht" hat - er hat tief und fest geschlafen.
Umgekehrt übrigens auch, wenn die Frösche den schlafenden Anolis zu nahe kommen.

Alles Liebe,
Irina

R2Pre2
10.08.2007, 16:47
Also irgendwie sieht das grotesk aus ^^

Kann ich dann Nachzuchten von denen haben? :-P

LG Matthias!

Enrico Rudolph
11.08.2007, 01:36
Hi@ll

ich halte meine Frösche noch alleine ...

Hi irena

diese(deine) Kombination ist nicht so toll da zB Junge Baby-Rotkehl-Anolis wohl ohne weiteres als Futter für deine Dicken enden würden ...
da ist eine Natürliche Kombination zwischen Rot-Kehlanolis & Hyla cineria da beide aus der "selben " Region stammen ...

Lady Froggy
11.08.2007, 05:50
Hi Enrico,

das weiss ich. Habe ich eh geschrieben, dass ich sie bestimmt nicht zusammenlassen werde.

Ich habe sie so bekommen. Auch schon deswegen, weil A. callidryas ja eher ein empfindlicherer Frosch ist.
Wie erwähnt, möchte ich sie wenn überhaupt mit meinen Amis vergesellschaften. Momentan dürfen/müssen sie aber zusammenbleiben.

Das Foto war eigentlich als Spaß angehängt, nicht als Hinweis zum Nachmachen für Dich.

Alles Liebe,
Irina

PS: Wobei ich eher glaube, dass die Rotaugen wohl eher die geringste Gefahr darstellen, was meine Froschschenkel betrifft, die irgendeinem Nachwuchs nachstellen könnten .... Sowas von bewegungs/fressfaul wie diese Biester, sowas hat man noch nicht erlebt.... :shock:

Probieren/Riskieren möchte ich es aber trotzdem nicht - keine Frage!

Lady Froggy
11.08.2007, 05:51
Hey Matthias,

also wenn das wirklich ginge, wäre ich wohl eine sehr reiche Züchterin.
Besonders, weil beides Weibchen sind :goofy: :goofy: :goofy:

Ähm, sind das dann hüpfende Anolis mit roten Augen, oder eher Frösche mit langem Schwanz und kleinen Schüppchen?

Alles Liebe,
Irina

Linda
11.08.2007, 08:43
Mein Gott, seid ihr naiv :roll:

Woher, denkt ihr, kommen denn die vielen Molche?

Also Irina, auch wenn deine so ausschauen als ob's zwei Weibchen wären: Wenn's was wird, lass den Nachwuchs bei Klemens im Garten aus.

Liebe Grüße
Linda

PS:Rotkehlanolis auf Rotaugenlaubfrosch :-) klingt nach nouvelle cuisine. Oder sagt man da 'an' statt 'auf'?

Roman König
11.08.2007, 09:20
Hallo!

Na bin ich froh dass ich nicht eure Sorgen hab! :wallbash:

Ciliatus
30.08.2007, 01:02
Die Rotaugen interessiert es überhaupt nicht, wenn die Anolis rumhopsen. Selbst als einmal einer auf einem Frosch saß, hat der nichtmal irgendwie reagiert. Umgekehrt rühren die Anolis auch kein Auge, wenn die Frösche in der Nacht ihre doch langsameren Runden drehen.


:-| Woran erkennst du das?

Linda
22.03.2008, 10:09
Hallo!

Geckomatt hat das Thema Vergesellschaftung in einem der von ihm eröffneten Topics wieder aufgewärmt, deshalb möcht ich euch meine Erfahrungen des letzten Jahres mitteilen und die Gedanken, die ich mir dazu gemacht hab.

Ein paar Jahre hindurch hatte ich Phelsuma grandis und südamerikanische Zwergkrötchen Bufo margaritifer gemeinsam in einem Terrarium. Das hat über längerere Zeit gut funktioniert - die Geckos haben sie net amal ignoriert, die Kröten haben Kinder bekommen, alles hat paletti ausgeschaut.

Dann aber ist mir meine Krötenfrau binnen ein paar Wochen an einer Infektion verstorben. Der für den Tod verantwortliche Erreger hat sich nicht eindeutig nachweisen lassen, laut Befund war es vermutlich ein - normalerweise nicht pathogenes - Geißeltierchen aus der Trichomonas-Gruppe. Tatsache ist, dass der erste offenbar dadurch verursachte Todesfall nach 2 1/2 Jahren aufgetreten ist. Wenige Monate später ist ein etwas mehr als 1 Jahr altes Krötenkind auf ähnliche Weise verstorben. Das lässt in mir den Verdacht aufkommen, dass die Populationsdichte im Terrarium ganz wichtig ist, ob ein Erreger pathogen wirkt oder nicht. Dabei spielen möglicherweise auch die Geckos eine Rolle, weil auch sie über das Lebendfutter mit den Keimen in Kontakt kommen. Ihnen schaden die Geißeltierchen offenbar nicht, aber über den Kot der Geckos gelangen sie wieder in den Boden und sorgen damit neuerlich für Infektionsquellen.

Übertragbare Krankheiten sind ja an sich ein natürliches Regulativ für die Populationsdichte

So gesehen ist die Frage nach 'Mindestmaßen' für Terrarien nicht nur nach dem Platzbedarf des einzelnen Tieres zu stellen sondern auch zu brücksichtigen, dass sich die Infektionsmöglichkeiten vervielfachen, wenn man mehrere Tiere (auch verschiedener Arten) in einem geschlossenen Lebensraum hält. Das betrifft - was Amphibien angeht - nicht nur bodenlebende Arten.

Zur Vergesellschaftung von Phelsumen mein ich nach den Erfahrungen der letzten Jahre:

Echsen aller Art sind als Gesellschaft problematisch, weil sie vor allem von männlichen Phelsumen als Revierkonkurrenten gesehen und verfolgt werden.

Amphibien sind bedingt geeignet, allerdings nur in sehr großen Terrarien, und nach meinem Dafürhalten sollten sie nicht genau den selben Lebensraum wie die Geckos (nämlich im oberen Bereich des Terrariums bewohnen). Möglicherweise - da hab ich aber keine eigenen Erfahrungen - funktioniert es bei Arten mit im Vergleich zu den Geckos unterschiedlichen Aktivitätszeiten, also etwa Hyliden. Aber auch da sollte die Infektionsgefahr aufgrund einer zu dichten Besiedelung eines einzelnen Bereiches nicht vergessen werden.

Immer dann, wenn sich die Frage stellt: "Geht sich das noch aus?" rat ich deshalb zu einem 'Nein' :)

Liebe Grüße
Linda

Enrico Rudolph
22.03.2008, 10:31
Hi Linda

Aktuell halte ich 2 Dubia-Taggeckos mit meiner Gruppe Riedfröschen zusammen ... passt auch da beide aus der gleichen Klimazone stammen dh die Frösche haben sogar ein noch größeres Verbreitungsgebiet als die Dubia-Taggeckos beide Arten stammen aber aus Ost/Süd-Ost Africa inkl. vorgelagerte Inseln ...
es ist also durchaus möglich das sich beide Arten auch in der Natur übern Weg laufen/hüpfen :mrgreen:

Linda
23.03.2008, 09:39
Ja, rudy, ich bin ja auch nicht grundsätzlich gegen Vergesellschaftung, wenn die Tiere zu einander passen.

Aus der Erfahrung mit den Kröten hab ich aber gelernt, dass da auch noch ein anderer Aspekt dazukommt, den ich früher nicht beachtet hab. Es geht um die mögliche Massenvermehrung von Keimen und da ganz einfach um die Menge der Wirte insgesamt, die auf einen bestimmten Lebensraum kommen. Die ist in einem Terrarium mit Sicherheit höher als in der Natur.

In entsprechend hoher Anzahl können Keime, die im Normalfall keine Gefahr darstellen, plötzlich pathogen wirken, weil sie die natürliche (ohnedies recht hohe) Abwehrkraft der Lurche überfordern. Amphibien sind wegen ihrer in der Regel feuchten Haut dieser Gefahr weit stärker ausgesetzt als Reptilien, die die Keime meist nur mit der Nahrung aufnehmen und überhaupt widerstandsfähiger zu sein scheinen als Lurche.

Ist mal eine Theorie. Vielleicht haben andere Amphibienhalter ähnliche Erfahrungen gemacht, nämlich dass eine dichte Population in sehr kurzer Zeit aus unerklärlichen Gründen stark dezimiert wird, der Spuk dann aber vorbei ist so schnell wie er gekommen ist, sobald die Individuendichte deutlich gesunken ist.

lg
Linda


PS: Ich bin neugierig, wie sich die Lage entwickelt, wenn du die vielen Jungfrösche über längere Zeit gemeinsam mit den Alttieren und den Geckos zusammen hältst. Jedenfalls wünsch ich dir, dass nicht das Gleiche passiert wie mir mit meinen Krötchen.