Petute
20.03.2008, 07:28
Mehlwürmer bzw. Mehlkäfer – Tenebrio Molitor
Mehlwürmer eignen sich als Futtertiere sowohl in der Aquaristik, als auch der Terraristik und Vogelzucht. Der Mehlwurm ist die zweite Entwicklungsstufe auf dem Weg zum Mehlkäfer. Die erste Stufe ist das Ei des Mehlkäfers -> die zweite Stufe = das Larvenstation als Mehlwurm -> danach folgt das Puppenstation als verpuppter Mehlwurm -> und letztendlich das Käferstation als Mehlkäfer.
Mehlwürmer sind sehr energiereich (Fett, Eiweiß). Beobachtungen an dauerhaft mit Mehlwürmer gefütterten Tieren lassen die Vermutung zu, dass der hohe Fettgehalt der Würmer in Verbindung mit giftigen Bestandteilen der Chitinhülle negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand unserer Pfleglinge hat. Deswegen sollte der Mehlwurm nur als Zusatzfutter verwendet und nicht mehr als einmal wöchentlich verfüttert werden. Nicht desto trotz ist er eine sehr gute Bereicherung im Speiseplan unserer Pfleglinge und steigert bei richtiger Mengenzureichung das Wohlbefinden unserer Lieblinge.
Wie aus anderen Lebendfutterzuchten bekannt, gibt es auch beim Mehlwurm eine Menge an unterschiedlichsten Nährböden. So werden z.B. Holzspäne mit Mehl versetzt, Verschiedenste Mehl und Getreidesorten vermischt und auch Obstarten werden als Nährbodenansatz verwendet. Ich möchte einmal nur die am weitest verbreiteten Arten nennen.
Mehlwurmzucht (nach Rudy)
Benötigt:
Box von 40 x 25 x 15 cm (z.B. Kunststoff, Holz kann unter Umständen durchgefressen werden)
Nährbodenmischung 1:
1 Liter Hafferflocken
1 Liter Flockenfutter (Teichfutter)
1 Liter Weizenkleie
1 Eierschachtel
oder eine weitere Nährbodenmischung 2:
250 g Weizenmehl
250g Haferflocken
100 g Sojamehl
70 g Maismehl
30 g Trockenhefe
300 g Kleie
1 Eierschachtel
Zucht:
Die Zutaten werden vermischt und in die Box gegeben. Diese Boxen sollten nicht hoch sein, da sich sonst verstärkt Schwitzwasser bilden kann und zu Milbenbefall führt (die Zucht kann zum erliegen kommen). Die Boxen sollten mit feinmaschigen Materialien abgedeckt sein, da der Mehlkäfer Nachtaktiv und zudem flugfähig ist. Auf den zubereiteten Nährboden sollte die Eierschachtel umgedreht darauf gestellt werden. Diese nutzen später die Mehlkäfer als Versteckmöglichkeit.
Zum Zuchtanfang benötigt man Mehlwürmer, die es in einer Zoohandlung zu kaufen gibt. Diese werden auf den Nährboden gegeben. Am Anfang sind die Mehlwürmer weiß und ca. 0,3 cm groß. Nach 7 Häutungsstadien können die Mehlwürmer bis zu 3 cm angewachsen sein und haben nun eine goldbräunliche Färbung. Diese Entwicklung passiert in einer Zeitspanne von ca. 5 – 10 Wochen in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur. Je Wärmer es ist, um so besser entwickeln sich die Larven. Die Temperaturobergrenze liegt in etwa bei 30 °C, die Untergrenze bei der eine Zucht noch Lohnenswert ist bei 22 °C.
Mehlwürmer sollten täglich gefüttert werden. Dafür eignet sich Zwieback, Brot, Mehl. Für die Feuchtigkeitsaufnahme sollte zusätzlich täglich noch z.b. Apfel-, Birnen-, Gurken- oder Mohrrübenscheiben gereicht werden. Gibt es nicht ausreichend Futter kann es zur Notverpuppung kommen. Das Restfutter ist täglich sorgfältig zu entfernen.
Nachdem sich der Mehlwurm verpuppt hat sollte die Puppe abgesammelt und in einem luftdurchlässig verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. Sie benötigt nichts zu fressen und Ruhe. Diese Ruhe bekommt sie in der Zuchtbox nicht, weswegen die Puppe abstirbt. Nach etwa 3 Wochen entwickeln sich aus der Puppe Käfer, die wieder in die Box zurückgesetzt werden.
Die Mehlwürmer + Käfer können in einer Box gehalten werden, da die Mehlkäfer bereits nach 1 Monaten absterben und vorher laufend ihre Eier in den Nährboden legen. Die Mehlkäfer sind am Anfang sehr hell und weich. Sie werden erst nach ein paar Tagen dunkel und fest. Sie fressen das gleiche Futter wie die Mehlwürmer, verstecken/sammeln sich aber unter der Eierpappe.
Aus den Eiern schlüpfen dann wieder die Mehlwürmer, so dass sich der Kreislauf wieder schließt. Wenn man mehr Bedarf an Mehlwürmern hat, sollte man die Zucht in mehreren Boxen durchführen.
http://www.biotop-forum.at/files/mehlwurm__2004.08.14.__005.jpg
http://www.biotop-forum.at/files/mehlwurm__2004.08.14.__004.jpg
Mehlwürmer eignen sich als Futtertiere sowohl in der Aquaristik, als auch der Terraristik und Vogelzucht. Der Mehlwurm ist die zweite Entwicklungsstufe auf dem Weg zum Mehlkäfer. Die erste Stufe ist das Ei des Mehlkäfers -> die zweite Stufe = das Larvenstation als Mehlwurm -> danach folgt das Puppenstation als verpuppter Mehlwurm -> und letztendlich das Käferstation als Mehlkäfer.
Mehlwürmer sind sehr energiereich (Fett, Eiweiß). Beobachtungen an dauerhaft mit Mehlwürmer gefütterten Tieren lassen die Vermutung zu, dass der hohe Fettgehalt der Würmer in Verbindung mit giftigen Bestandteilen der Chitinhülle negative Auswirkungen auf den Gesundheitszustand unserer Pfleglinge hat. Deswegen sollte der Mehlwurm nur als Zusatzfutter verwendet und nicht mehr als einmal wöchentlich verfüttert werden. Nicht desto trotz ist er eine sehr gute Bereicherung im Speiseplan unserer Pfleglinge und steigert bei richtiger Mengenzureichung das Wohlbefinden unserer Lieblinge.
Wie aus anderen Lebendfutterzuchten bekannt, gibt es auch beim Mehlwurm eine Menge an unterschiedlichsten Nährböden. So werden z.B. Holzspäne mit Mehl versetzt, Verschiedenste Mehl und Getreidesorten vermischt und auch Obstarten werden als Nährbodenansatz verwendet. Ich möchte einmal nur die am weitest verbreiteten Arten nennen.
Mehlwurmzucht (nach Rudy)
Benötigt:
Box von 40 x 25 x 15 cm (z.B. Kunststoff, Holz kann unter Umständen durchgefressen werden)
Nährbodenmischung 1:
1 Liter Hafferflocken
1 Liter Flockenfutter (Teichfutter)
1 Liter Weizenkleie
1 Eierschachtel
oder eine weitere Nährbodenmischung 2:
250 g Weizenmehl
250g Haferflocken
100 g Sojamehl
70 g Maismehl
30 g Trockenhefe
300 g Kleie
1 Eierschachtel
Zucht:
Die Zutaten werden vermischt und in die Box gegeben. Diese Boxen sollten nicht hoch sein, da sich sonst verstärkt Schwitzwasser bilden kann und zu Milbenbefall führt (die Zucht kann zum erliegen kommen). Die Boxen sollten mit feinmaschigen Materialien abgedeckt sein, da der Mehlkäfer Nachtaktiv und zudem flugfähig ist. Auf den zubereiteten Nährboden sollte die Eierschachtel umgedreht darauf gestellt werden. Diese nutzen später die Mehlkäfer als Versteckmöglichkeit.
Zum Zuchtanfang benötigt man Mehlwürmer, die es in einer Zoohandlung zu kaufen gibt. Diese werden auf den Nährboden gegeben. Am Anfang sind die Mehlwürmer weiß und ca. 0,3 cm groß. Nach 7 Häutungsstadien können die Mehlwürmer bis zu 3 cm angewachsen sein und haben nun eine goldbräunliche Färbung. Diese Entwicklung passiert in einer Zeitspanne von ca. 5 – 10 Wochen in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur. Je Wärmer es ist, um so besser entwickeln sich die Larven. Die Temperaturobergrenze liegt in etwa bei 30 °C, die Untergrenze bei der eine Zucht noch Lohnenswert ist bei 22 °C.
Mehlwürmer sollten täglich gefüttert werden. Dafür eignet sich Zwieback, Brot, Mehl. Für die Feuchtigkeitsaufnahme sollte zusätzlich täglich noch z.b. Apfel-, Birnen-, Gurken- oder Mohrrübenscheiben gereicht werden. Gibt es nicht ausreichend Futter kann es zur Notverpuppung kommen. Das Restfutter ist täglich sorgfältig zu entfernen.
Nachdem sich der Mehlwurm verpuppt hat sollte die Puppe abgesammelt und in einem luftdurchlässig verschlossenen Gefäß aufbewahrt werden. Sie benötigt nichts zu fressen und Ruhe. Diese Ruhe bekommt sie in der Zuchtbox nicht, weswegen die Puppe abstirbt. Nach etwa 3 Wochen entwickeln sich aus der Puppe Käfer, die wieder in die Box zurückgesetzt werden.
Die Mehlwürmer + Käfer können in einer Box gehalten werden, da die Mehlkäfer bereits nach 1 Monaten absterben und vorher laufend ihre Eier in den Nährboden legen. Die Mehlkäfer sind am Anfang sehr hell und weich. Sie werden erst nach ein paar Tagen dunkel und fest. Sie fressen das gleiche Futter wie die Mehlwürmer, verstecken/sammeln sich aber unter der Eierpappe.
Aus den Eiern schlüpfen dann wieder die Mehlwürmer, so dass sich der Kreislauf wieder schließt. Wenn man mehr Bedarf an Mehlwürmern hat, sollte man die Zucht in mehreren Boxen durchführen.
http://www.biotop-forum.at/files/mehlwurm__2004.08.14.__005.jpg
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