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Alt 12.03.2008, 17:34
Standard Pilzinfektionen (Mykosen) - Saprolegnia von Doc

Pilzinfektionen (Mykosen)
Saprolegnia

ist der am häufigsten vorkommende Pilz in unseren Aquarien, und die meisten
Aquarianer haben ihn schon einmal gesehen oder sich mit ihm gequält.


Das wichtigste zuerst: Pilze sind immer im Aquarium vorhanden. Sie gehören zum natürlichen
Gleichgewicht im Aquarium und erfüllen ihre Funktion, indem sie Futterreste, Kot, tote organische
Substanzen ect. verwerten. Sie sind somit also eigentlich wichtige, nützliche Helfer. Die Sporen
schweben frei im Wasser bis sie einen geeigneten Nährboden finden, an dem sie sich festsetzen
und diesen abbauen. Unter normalen Umständen sind sie nicht in der Lage den natürlichen
Schutz eines Fisches, die Schleimhaut, zu durchdringen ohne dass bereits eine Vorschädigung vorliegt.
Zu einem Problem für Aquarianer werden sie erst, wenn das natürliche Gleichgewicht, der natürliche Schutz,
die Schleimhaut bei Fischen z.B. fällt oder durch Verletzungen, Schäden durch Parasiten, Wunden,
Transportschäden, Verletzungen durch Aggressionen, gestört ist. In diesem Fall spricht man von einer
Pilzinfektion, auch als Mykose bezeichnet. Mykosen werden als Sekundärinfektionen bezeichnet,
da sie anderen Infektionen oder Schäden folgen und Nutznießer dieser sind.

Die häufigsten Vertreter in unseren Aquarien sind Saprolegnia (auch als allgemeiner Fisch- oder
Wasserschimmel bekannt) und Achlya. Fische und andere Lebewesen in unseren Aquarien,
die bereits geschwächt sind, konditionsschwach oder äußere Verletzungen haben, sind besonders
gefährdet. Der natürliche Schutz ist nicht mehr vorhanden, und dem Pilz wird eine ungeschützte
Fläche zur Besiedlung zur Verfügung gestellt.
Eine nicht zu unterschätzende Eigenschaft ist die Fähigkeit, sich sehr schnell auszubreiten.
Ein kleiner Fisch (Guppy, Platy, Neon) kann innerhalb von 24 h vollständig von Pilzfäden
(Hyphen) überzogen werden. Dabei dringt der Pilz bzw. sein Wurzeln (Mycel) bis tief in die
Muskulatur und gibt dort giftige Stoffwechselprodukte an das Gewebe ab. Solche Fische
sind umgehend in Quarantäne mit pilzhemmenden Mitteln zu setzen, da von ihnen eine
hohe Ansteckungsgefahr ausgehen kann. Es ist festzustellen, dass höhere Temperaturen,
zum Bsp. in Diskusbecken, die Gefahr von Verpilzung verringern, jedoch Bakterien optimale
Bedingungen bieten, während niedrige Temperaturen die Bakterien hemmen, jedoch
eine Pilzinfektion begünstigen. Wer einmal Fischlaich beobacht hat, konnte sicher fest-
stellen, wie schnell eine solche Infektion voranschreiten kann. Am ersten Tag ein, zwei
verpilzte Eier, am zweiten Tag schon über die Hälfte und am dritten Tag sieht man nur noch
einen großen „Wattebausch“. In der Regel ist Fischschimmel relativ leicht zu bekämpfen, jedoch
ist Eile und schnelles Einleiten von Gegenmaßnahmen geboten, da Fischschimmel bei ent-
sprechenden Vorraussetzungen eine sehr hohe und somit gefährliche Ausbreitungs-
geschwindigkeit an den Tag legen.


Vorbeugung und Quarantäne

Beginnen wir beim Händler:

● man sollte immer darauf achten keine Fische mit Verletzungen zu kaufen, angemessene
Transportbedingungen verstehen sich von selbst, um Transportschäden zu vermeiden.

Und daheim:

● Tote Fische und verschimmelte Nahrungsreste sind zu entfernen.
● Ursachenforschung, weshalb wurde der Fisch befallen, die Suche nach der primären Ursache (auslösender vorangegangener Schaden, Infektion, Parasitenbefall, ect.), diese ist selbstverständlich ebenfalls zu behandeln oder abzustellen.
● Beim Besatz ist darauf zu achten, dass die Sozialstrukturen unter den Bewohner zueinander passen, um Verletzungsrisiken durch heftige Revierkämpfe auszuschließen bzw. zu minimieren
● Bei einer Infektion ist auf Wasserhygiene zu achten.
● Futtermengen und -wahl sollten überprüft werden, wenn sich verschimmeltes Futter im Becken findet
● Den Fischen und ihrem Herkunftsort entsprechende optimale Haltungs- und Wasserbedingungen bieten. Vermeidung von Sozialstress durch Zusammensetzen von Fischen, deren Lebensweisen Revier- und Brutverhalten, oder Futtergewohnheiten nicht miteinander Konform gehen, abwechslungsreiches Futter der Art des Fisches entsprechend.
● Befallene Fische benötigen eine gute Nachsorge da jede Behandlung nur die äußeren, sichtbaren Hyphen bekämpft, nicht jedoch das Mycel im Fischgewebe. Bei zu starkem Befall
kann es sein das der Fisch mit dem im Gewebe befindlichen Mycel nicht mehr fertig wird und an den Stoffwechselgiften verendet. Bei rechtzeitiger Behandlung jedoch kann das Mycel, durch Stärkung der Immunabwehr, durch Vitamine und Minerale vom Fisch selbst zum absterben gebracht werden, die Zugabe von Pilzhemmenden Naturstoffen, beschleunigt den Heilungsprozess und verringert die Gefahr eines erneuten Befalls, (Erlenzäpfchen, Seemandelbaumblätter ect.) so das Wunden ungestört abheilen können
● Nach der Behandlung hilft, wer hat, ein UV – Klärer, um die Keimzahl zu senken und vitaminisiertes, mineralisiertes Futter zur Stärkung der Abwehrkräfte

Fischlaich:

●Hier gibt es ein paar wichtige Dinge zu beachten, eine vorbeugende Behandlung gegen Verpilzung ist nur von Bedeutung bzw. in Betracht zu ziehen, bei der künstlichen Aufzucht, wenn Fischeltern nicht pflegen oder der Laich aus anderen Gründen entnommen wird. (Freilaicher z.B. die ihrer Brut von Natur aus nachstellen), da ansonsten diese Aufgabe die Eltern übernehmen
● Die Ursache für das Weißwerden des Laiches ist die Eiweißgerinnung beim Absterben des Laichkorns, erst später also sekundär, wird das abgestorbene Laichkorn vom Pilz besiedelt.
Ist der Anteil jedoch zu hoch werden auch die gesunden Eier angegriffen, eine besondere Gefahr dafür besteht bei dicht zusammengelegten Körnern (Barschgelegen z.B.)
● Man muss die weißen bzw. unbefruchteten Laichkörner entfernen (bei pflegenden Fischen werden sie normalerweise von einem der Eltern herausgepickt), dazu eignen sich besonders gut Pipetten (bekommt man auch in der Apotheke), vorsichtig lösen um benachbarte Laichkörner nicht zu verletzen und dann absaugen.
● Beim Umsetzen des Fischlaiches ist darauf zu achten das er dabei nicht der Luft ausgesetzt wird und immer mit Wasser vollständig bedeckt bleibt
● Um es dem Pilz so schwer wie möglich zu machen, kann man zusätzlich Seemandel-baumblätter, Erlenzapfen, Methylenblau (in geringen Dosen), Sauerstoff, also pilzhemmende Substanzen (Fungizidwirkende) hinzufügen.
● Die Wasserwerte sollten dem Entnahmebecken entsprechend sein (Klugerweise benutzt man dieses Wasser aus dem der Laich stammt, sofern die Wasserbedingungen in Ordnung und den Fischen entsprechend sind)
● Strengste Wasserhygiene versteht sich von selbst, dann sollte es auch bis zum Schlupf klappen, aber die Aufzucht ist dann ein anderes Thema


Symptome und Verwechslungsmöglichkeiten:

Im Anfangsstadium kann man Pilzinfektionen verwechseln mit weißen Pickeln auf der Haut,
Falschem Fischschimmel (hierfür sind Stabciliaten verantwortlich), Tetrahymena Infektion ( Hautnekrose verursacht durch den Parasiten Tetrahymena, kein PILZ), im weiteren Verlauf sind
die langen Pilzfäden (Hyphen) jedoch deutlich zu erkennen und nicht mehr zu verwechseln.

Ursachen und Behandlung

Vorwort:

Zum einen ist eine Pilzinfektion , wie bereits erwähnt, eine Sekundärinfektion, dem müssen wir
bei jeder Behandlung Rechnung tragen, daher wir müssen feststellen was die Ursache ist und entscheiden was zuerst oder gleichzeitig behandelt werden muss. Die Behandlung der primären Ursache darf nicht unterbleiben, dass ist nicht immer ganz einfach.
Es kommt auf die primäre Ursache an, bei Wunden erfolgt zuerst die Behandlung gegen den Pilz, damit sie danach abheilen können. Hier ist es sicherlich sinnvoll dafür zu sorgen das eine intakte Schleimhaut aufgebaut werden kann (was den Einsatz von Natriumchlorid sinnvoll erscheinen lässt), Salz regt die Bildung der Schleimhaut an und desinfiziert die Wunden, primär ist jedoch eine intakte Schleimhaut das Ziel um der Wunde die Möglichkeit zu geben sich geschützt zu schließen.
Schwieriger wird es wenn die Ursachen durch Parasiten oder Bakteriosen hervorgerufen werden.
Hier muss unter Umständen auf Kombinationsbehandlung zurückgegriffen werden, jedoch ist das ein zweischneidiges Schwert. 1. bedeutet eine Kombinationsbehandlung für den Fisch einen nicht unerheblichen zusätzlichen Stressfaktor und 2. ist es oft zu spät für den Fisch da er mit beidem einfach nicht fertig wird.
Hier hängt also die Behandlung eindeutig vom frühstmöglichen Zeitpunkt ab um sie erfolgreich durchzuführen. In den meisten Fällen jedoch hat der umsichtige Aquarianer bereits etwas gegen diese Ursachen unternommen und es gilt lediglich die Spuren die Parasiten oder Bakterien hinterlassen haben, präventiv vor einer Pilzinfektion zu schützen bzw. eine nachträgliche Infektion mit Fischschimmel zu vermeiden oder zu behandeln.

Des Weiteren empfehle ich jedwede Behandlung in einem Quarantänebecken oder zumindest separat durch zu führen. Die Gründe liegen auf der Hand, zum einen kann der Fischschimmel nicht auf gesunde Fische übergreifen und der befallene Fisch kann stressfrei ohne seine Artgenossen genesen. Die gesunden Fische werden nicht Sinnloserweise einer Medikation bzw. Behandlung
ausgesetzt. Um Missverständnissen vorzubeugen, es wurde bereits erwähnt das im Normalfall gesunde Fische von Fischschimmel nicht behelligt werden, jedoch bei einem Befall eine Ansteckung
nicht auszuschließen ist, da die Pilzkolonien sich rasend schnell vermehren können und diese auch Nahrung brauchen dann ist auch ein gesunder Fisch nicht mehr sicher. Daher hat die Behandlung umgehend zu erfolgen

Medikamente und Hausmittel

Naturheilmittel:

Erlenzapfen (Präventiv)
Wirkung: nur zur Vorbeugung gegen Krankheiten (wirkt antibakteriell, fungizid) oder Laichverpilzung (nicht - oder nur zusätzlich - bei akuten Krankheiten) + pH senkende Wirkung; jedoch nur in sehr geringem Ausmaß (oder bei niedriger KH in größerem Umfang).
Dosierung: hängt vom Zustand der Zapfen ab: frisch gepflückte im Herbst (nach 1. Frost) wirken stärker (färben aber auch stärker) als länger dem Regen ausgesetzte oder vom Boden aufgesammelte. Im Allgemeinen ca. 5 bis 10 Zapfen pro 100l direkt in das Becken geben, diese schwimmen noch kurze Zeit (wenige Minuten) und gehen dann unter, vorhergehendes Auskochen ist hier nicht empfehlenswert, da dadurch die Wirkung stark reduziert wird.
Die Zapfen können im Aquarium verbleiben, werden von Welsen, Garnelen gerne abgeweidet und zerfallen nach einigen Wochen/Monaten.
Gewinnung: Erlen wachsen entlang von Flüssen und Bächen in ganz Mitteleuropa. Die häufigste ist die Schwarzerle. Die Zapfen können ganzjährig gesammelt werden, wichtig ist nur, dass man keine grünen Zapfen verwendet, sondern alte braune. Im Herbst sollte man den ersten Nachtfrost abwarten, da die frischen Zäpfchen dann ihre Samen verlieren.

Achtung: färbt Wasser sehr stark braun (Schwarzteefarben), bei Überdosierung einige Zäpfchen entfernen und Wasser wechseln (50%), kenne keine negative Wirkung der Überdosierung auf Fische (evtl. sinkende KH, pH) und neben der Optik leiden u.U. auch die Pflanzen da sie weniger Licht bekommen. Manche Fische (Salmler aus Schwarzwasserflüssen wie dem Rio Negro) lieben es in einer "braunen Suppe" herum zu schwimmen und sind prächtiger gefärbt.

Zimtstangen:
Wirkung: bakterizid und fungizid, v.a. bei Flossenfäule, Schleimhautproblemen und (Laich)Verpilzungen
Dosierung: auf 100 Lit. 1 - 2 Zimtstangen (aus dem Reformhaus), für eine Woche im Becken lassen, dann ENTFERNEN!!
oder als Sud:
Dabei gibt man 1 Stange Zimt (kein Pulver) in einen Liter siedendes (nicht kochendes) Wasser, abdecken und 10 Minuten ziehen lassen, dann in ein luftdichtes Gefäß umfüllen. Den Erkrankten Fisch in ein kleines (10 bis 20l) Behandlungsbecken (kann auch ein Kübel oder ähnliches sein) geben, auf gute Durchlüftung achten und den Zimtsud schluckweise (oder über kleinen Luftschlauch) eingeben. Den Fisch immer gut beobachten und falls er zu schwanken beginnt sofort umsetzen. Wenn der Fisch es gut verträgt den Fisch 10 Minuten in der Flüssigkeit lassen und dann langsam wieder umsetzen. Im Anschluss evtl. mit einer Zimtstange direkt im Becken nachbehandeln.

Schwarzer oder grüner Tee (Präventiv und Behandlung)
Wirkung: Bei akuten Krankheitsfällen mit bereits sichtbaren Krankheitsanzeichen (Pilze, Entzündungen, Schleimhautprobleme, Flossenfäule...)
Dosierung und Zubereitung: Tee kochen. Ab dem 4. Aufguss gibt man pro 100l Wasser 4l Tee ins Aq. (Ist nur Notfall-Dosierung!! - Nicht Standard!). 2 Wochen lang jeden zweiten Tag 25% bis 30% des Aq- Wassers wechseln (wegen Nitrit) jeweils mit erneuter Tee-Zugabe. Dabei immer wieder nachdosieren (pro 100 Liter Frischwasser wie gehabt 4l Tee).
Nach 2 Wochen kann die Dosierung allmählich wieder auf "normal" umgestellt werden (1l Tee / 100l Aq- Wasser).

Walnussbaumblätter (Präventiv und Behandlung)
Wirkung: Hilft bei Verletzungen aller Arten, Verpilzungen. Antibakteriell, durch Tannine, Enzyme, Huminsäuren und Chlorophylle. Zusätzlich werden sie (wie Eichen-/Buchenlaub) von Schilder-/Antennenwelsen gerne als Zusatzfutter genommen und können deswegen im Becken verbleiben wo sie nach durchschnittlich 1-2 Monaten zerfallen.
Der Teure Ersatz wären Seemandelblätter oder getrocknete (ungespritzte) Bananenblätter!
Dosierung: auf 100l Wasser 3 Blätter (die Blätter haben 7-9 Blättchen auf einem Stiel) in das Becken (muss kein extra Behandlungsbecken sein) geben.
Gewinnung: Grüne Blätter ernten und im Schatten trocknen lassen, nicht von Boden sammeln, da dadurch viele Bakterien ins Becken eingebracht werden -> sollte bei akuter Krankheit nicht zusätzlich geschehen, da es u.U. Immunsystem der Fische zusätzlich fordert.

Ein besonderer Dank hier an dieser stelle an berni. s für seine Unterstützung bei den Naturheilstoffen

Seemandelbaumblätter (Präventiv)
Zur Vorbeugung drei bis vier Blatt auf 100 l, steigern das Wohlbefinden bei Schwarzwasserfischen
und enthalten verschiedene fungizide Wirkstoffe

Wirkstoffe

Salz (Präventiv)
1g/ pro Liter Dauerbad zur Vorbeugung gegen Pilzbefall bei Wunden
Hinweis: Salz (NaCl) wird von Neons/ rote Neon und anderen Weichwasserfischen schlecht vertragen, die Dosis ist mit einem g pro Liter die geringste therapeutisch wirksame Dosis und ist daher als Vorbeugung anzusehen, die Fische sind während des Einsatzes von Salz zu beobachten und bei Anzeichen von Unwohlsein die Behandlung abzubrechen

Malachitgrünoxalat (Behandlung)
Dauerbad: Von der Stammlösung 5 Tropfen/20 L (oder 1ml/100 l) im dunklen, filterlosen Quarantänebecken) nach 3 Tagen mit 2 Tropfen/20 L (oder 0,4 ml/100 l)
nachdosieren Behandlungsdauer ca. 6- 7 Tage oder keine äußerlich sichtbaren Hyphen mehr vorhanden sind
Hinweis: Malachitgrünoxalat wird von Neons/ rote Neon schlecht vertragen (Empfehlung, ein drittel bis höchstens die Hälfte der Dosis) und ist giftig für Schuppenlose Fische wie Botia, Pangasius, Eutropiellus, Pimelodella, Gagata, Pangio/ Kuhli
Medikament ist gut Wasserlöslich, färbt Wasser grün und kann Pflanzen schädigen, es besteht die Möglichkeit das niedere Tiere Malachitgrünoxalat nicht vertragen, kein Malchitgrün mit Zinkchlorid verwenden (toxisch), kann bei höheren Temperaturen und auch bei niedrigem ph-Wert giftig sein für Kiemen

Methylenblau (Präventiv und Behandlung)
Zur Vorbeugung gegen Verpilzung von Fischlaich ein adäquates Mittel
200 mg/ 100 L oder Stammlösung 200 ml/auf 100 l
während 2 Tagen, anschließend größerer Wasserwechsel und evtl. über Aktivkohle filtern
evtl. 2. Behandlung nach 3- 4 Tagen wenn notwendig
Präventiv gegen Laichverpilzung 30 mg/ 100l oder Stammlösung 30 ml/ 100l
Hinweis: Methylenblau wird meist präventiv gegen Laichverpilzung verwendet
Kann sämtliche Filterbakterien abtöten, Malachitgrün ist in einigen Fällen wirksamer, Stark färbend

Acriflavin (Behandlung)
Kurzbad 100 mg/Liter während 2-3 stunden oder
Dauerbad 100mg/ 100 Liter während 2 Tagen
Hinweis: Acriflavin hat eine starke Verfärbung des Wassers und der Kunststoffgegenstände zur Folge, bei Guppys kann es zur Unfruchtbarkeit führen, evtl., es gibt besser Produkte inzwischen als Alternative, hier empfiehlt sich in jedem Fall ein Behandlungsbecken das dies berücksichtigt,
Verfärbungen können mittels Aktivkohlefilterung rückgängig gemacht werden

FMC (Behandlung)
1 ml Stammlösung/ 100 Liter während 2- 3 Tage, notfalls nach 5 Tagen wiederholen
Hinweis: Vergiftungsgefahr! Neons/ rote Neon, Schuppenlose Fische wie Botia, Pangasius, Eutropiellus, Pimelodella, Gagata, Pangio/ Kuhli ertragen nur die Hälfte der Dosis während der Behandlung sollten die Fische so oft wie möglich beobachtet werden, Behandlung nur separat, das
Arzneimittel ist nicht bei Temperaturen unter 12 -13 grad anwendbar( Teichbesitzer), gute Durchlüftung ist Pflicht

Stammlösungen:
Malachitgrünoxalat : 3g/ auf einen Liter Wasser präparieren
Methylenblau: 1g/ auf einen Liter Wasser präparieren
FMC: 3,5 g Malachitgrün + 3,5 g Methylenblau in einem Liter Formalin herstellen

Handel:

Hinweis: alle aufgeführten Medikamente werden als fungizidwirkende Medikamente ausgewiesen
Sämtliche Markennamen sind Eigentum der jeweiligen Hersteller, die Dosierung ist der Packungsbeilage zu entnehmen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ist nicht als Produktwerbung zu betrachten, vielmehr eine Aufzählung der dem Autor bekannten Mittel im Zusammenhang mit Saprolegnia
Die Liste wird nach Hinweisen aus der Bevölkerung vervollständigt

Amtra medic 2
Amtra medic 4 (Acriflavin)
Dessamor P( Aquarium Münster)
JBL Fungol
JBL cristal
Sera costapur
Sera ectopur
Sera Mycopur (vorbeuegend Laichverpilzung)
Tetra Medica FungiStop (Silberkolloid , Kollidon)
Vitakraft Salufit liquid

Quellen: Der neue Bildatlas der Fischkrankheiten
Gesundheitsprobleme bei Diskus
Krankheiten der Aquarienfische
mein besonderer Dank an berni. s


Gruß,
Alex

Geändert von Petute (12.03.2008 um 17:58 Uhr).
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